Absatzprognosen
Opel verzichtet auf „Zwangsversetzungen“

Der Autohersteller Opel erwartet ein Verkaufsplus. Deshalb kann das Bochumer Werk besser ausgelastet werden. Die Folge: Mitarbeiter werden nicht nach Rüsselsheim versetzt.
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Rüsselsheim/BochumDank guter Absatzprognosen für den neuen Zafira verzichtet der Autohersteller Opel auf umstrittene Versetzungen von Bochum nach Rüsselsheim. Durch das erwartete Verkaufsplus könne das Bochumer
Werk, in dem der Zafira Tourer gebaut wird, im kommenden Jahr besser als geplant ausgelastet werden, teilte die Adam Opel AG am Dienstag mit: „Damit sieht sich das Unternehmen in der Lage, den Mitarbeitern, denen zuletzt im Rahmen der Restrukturierung ein Ersatzarbeitsplatz im Werk Rüsselsheim angeboten worden war, jetzt eine Weiterbeschäftigung im Bochumer Werk zu ermöglichen.“ Damit seien 75 Änderungskündigungen von Bochumer Opel-Mitarbeitern vom Tisch, sagte ein Sprecher in Rüsselsheim. Nach früheren Angaben des Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel hatten rund 60 Mitarbeiter Klagen gegen ihre „Zwangsversetzung“ beim Bochumer Arbeitsgericht eingereicht.

Einenkel begrüßte laut Mitteilung den Verzicht auf die als Zwangsversetzungen kritisierte Maßnahme, mit dem der Hersteller Überkapazitäten in Bochum abbauen wollte: „Die Belegschaft hier am Standort hat im Zuge der Restrukturierung erhebliche Einschnitte hinnehmen müssen. Dank der aktuell guten Verkaufsprognose für den Zafira gibt es nun eine Basis, um gemeinsam am Erfolg des neuen Zafira und einer langfristigen Zukunft des Werkes zu arbeiten.“ Wie viele Modelle des neuen Vans der Hersteller 2012 verkaufen will, sagte der Sprecher nicht. „In jedem Fall werden in Bochum im nächsten Jahr deutlich mehr Autos gebaut als wir uns das vorgestellt hatten.“ Dies begründete Opel mit der guten Resonanz für den Wagen auf der IAA in Frankfurt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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