Absatzrekord
Mercedes meldet das beste Quartal der Geschichte

Mercedes schwebt auf Wolke sieben. Der Stuttgarter Autobauer hat im zweiten Quartal mehr Autos abgesetzt als jemals zuvor. Doch nicht in allen Regionen lief es reibungslos.
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StutgartDaimler hat dank des Absatzbooms in den Schwellenländern im ersten Halbjahr so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Von Januar bis Ende Juni schlugen die Stuttgarter nach Angaben vom Dienstag 665.332 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach los, 9,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gefragt waren die teuren Oberklassewagen mit dem Stern auch im Juni besonders in Schwellenländern wie China, Indien und Russland, während die Verkaufszahlen in Deutschland leicht zurückgingen.

Der Autobauer, der als erster deutscher Hersteller seine Halbjahresabsatzzahlen vorlegte, sieht sich auf Kurs, den in diesem Jahr angestrebten Auslieferungsrekord von mehr als 1,3 Millionen Fahrzeugen zu erreichen. „Auch im zweiten Halbjahr wollen wir im Vergleich zum Vorjahr weiter wachsen“, sagte Vertriebsvorstand Joachim Schmidt. Im Juni fiel das Absatzplus von Daimler mit 6,5 Prozent allerdings geringer aus als in den Monaten zuvor. Zu Jahresanfang hatten die Stuttgarter noch zweistellige Zuwachsraten eingefahren.

Von der Kernmarke Mercedes-Benz schlug der Konzern im ersten Halbjahr 610.531 Fahrzeuge los, ein Plus von 9,7 Prozent. Besonders hohe Zuwachsraten verbuchten die Stuttgarter dabei in China, wo der Absatz um über 50 Prozent auf 92.174 Pkw nach oben schoss. Vertriebschef Schmidt bekräftigte, bis 2015 rund 300.000 Fahrzeuge in der Volksrepublik verkaufen zu wollen. Auch die Konkurrenten Audi und BMW, deren Absatzzahlen in den nächsten Tagen erwartet werden, profitieren derzeit davon, dass luxuriös ausgestattete Limousinen in der wachsenden chinesischen Oberschicht als Statussymbole hoch im Kurs stehen.

Mercedes verzeichnete im ersten Halbjahr auch in anderen Schwellenländern wie Russland (plus 71 Prozent), Indien (plus 40 Prozent) und Brasilien (plus 35 Prozent) kräftige Zuwächse. Schlechter fällt die Bilanz in den etablierten westlichen Märkten aus: In den USA verkaufte Mercedes im ersten Halbjahr lediglich sieben Prozent mehr Autos, im Heimatmarkt Deutschland trat der schwäbische Konzern mit gut 123.000 Wagen auf der Stelle.

Wachstumstreiber für Daimler waren vor allem die Limousinen der C- und S-Klasse sowie die Geländewagen. Aber auch der lange schwächelnden Kleinwagen Smart verkaufte sich besser. Der Absatz des Zweisitzers stieg im ersten Halbjahr weltweit um acht Prozent auf 54.801 Wagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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