Absatzstatistik Die Gewinner und Verlierer im europäischen Automarkt

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Das sind die Verlierer im europäischen Automarkt
Auf Herz und Nieren geprüft. Der Micra ist weiter ein Verkaufsschlager der Japaner. Quelle: Reuters
Nissan

Auf Herz und Nieren geprüft. Der Micra ist weiter ein Verkaufsschlager der Japaner.

(Foto: Reuters)

Nissan und Opel/Vauxhall: Sowohl beim Japaner als auch bei den Rüsselsheimern steht im Januar 2018 ein relativ kleines Minus von „nur“ 1,4 beziehungsweise 1,6 Prozent. Doch in absoluten Zahlen gehören die beiden Marken zu den größten Verlierern und büßen im wachsenden europäischen Markt kräftig Marktanteile ein. Bei Nissan lässt sich der Dämpfer von 42.645 auf 42.046 Fahrzeuge mit einem starken Vorjahr erklären. Der Qashqai wurde 2017 zum zweiten Mal hintereinander zum meistverkauften SUV in Europa gekürt. Auch der Micra verzeichnete ein gutes Absatzwachstum.

Bei der neuen PSA-Tochter setzt sich wiederum der Negativtrend fort. Die Unsicherheit hat die Kunden voll erfasst. Corsa und Astra verzeichneten bereits im vergangenen Jahr zweistellige Absatzrückgänge. Die vom SUV-Boom profitierenden Modelle Mokka X, Crossland X und Grandland X halten zwar dagegen, letztlich bleibt es aber auch im diesjährigen Januar bei einem deutlichen Minus.

Die Daimler-Tochter schwächelt. Der Vision EQ kommt erst in vielen Jahren. Quelle: dpa
Smart

Die Daimler-Tochter schwächelt. Der Vision EQ kommt erst in vielen Jahren.

(Foto: dpa)

Smart: Bei der großen Schwester Mercedes läuft es mit einem Verkaufsplus von 3,8 Prozent auch im Januar rund, die Kleinwagen-Tochter schwächelt aber weiter. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Smart 3,8 Prozent weniger Fahrzeuge absetzen. Dabei ist die Modellpalette relativ frisch. Kein Wunder, dass die Marke angesichts der tristen Gegenwart lieber in die Zukunft schaut: Ein futuristisches und völlig autonom fahrendes Kugelfahrzeug sorgte kürzlich in Tokio für erstaunte Blicke, bis sich das aktuell „Vision EQ“ getaufte Modell aber auch in den Absatzzahlen widerspiegelt, werden noch einige Jahre vergehen.

Bei den Italienern verkaufen sich sowohl 500X (im Bild) als auch 500L eher schlecht. Quelle: AP
Fiat

Bei den Italienern verkaufen sich sowohl 500X (im Bild) als auch 500L eher schlecht.

(Foto: AP)

Fiat: Die Hauptmarke der italienisch-amerikanischen FCA Group musste im Januar 2018 den deutlichsten Rückgang unter den großen Herstellern hinnehmen. Der Absatzrückgang von 62.818 auf 59.210 Fahrzeugen entspricht einem Minus von satten 5,7 Prozent. Die Verkäufe von Erfolgsmodellen der Vergangenheit wie dem SUV 500X, der 500L sowie der Punto waren schon im vergangenen Jahr stark gesunken. Dieser Negativtrend scheint sich nun fortzusetzen. Dass das Minus nicht noch größer ausfällt, verdanken die Italiener zwei Fahrzeugreihen: Das Billigmodell Tipo, das in der Türkei gebaut wird, erfreut sich großer Beliebtheit und im Januar führt der Ducato die Liste der meistverkauften Wohnmobile an.

Die Marke mit der Großkatze sieht sich durch den Brexit gefährdet. Quelle: Reuters
Jaguar

Die Marke mit der Großkatze sieht sich durch den Brexit gefährdet.

(Foto: Reuters)

Jaguar Land Rover Group: Auf der britischen Insel treibt der Brexit die Autohersteller um. So lobt sich der Inhaber von Marken wie Jaguar, Land Rover und Ranch Rover zwar selbst, man sei 2017 das dritte Jahr in Folge der größte Hersteller von Automobilen und Motoren in Großbritannien. Im Königreich ging die gesamte Autoproduktion im selben Zeitraum allerdings auch um einige Prozentpunkte zurück. Auch im diesjährigen Januar setzte sich der Rückgang fort, sodass die Absatzzahlen von Jaguar Land Rover um 6,4 Prozent auf 15.096 Fahrzeuge sanken. Der drohende Brexit trifft bislang vor allem den heimischen Hersteller.

Nach François Hollande setzt auch Emmanuel Macron auf einen Wagen der PSA-Tochter. Quelle: obs
DS Automobiles

Nach François Hollande setzt auch Emmanuel Macron auf einen Wagen der PSA-Tochter.

(Foto: obs)

DS Automobiles: Die Sanierung von PSA ist Konzernchef Carlos Tavares mit Bravour gelungen. Doch seine Strategie, mit einer eigenen Marke das lukrative Premiumsegment zu besetzen, ist bislang überhaupt nicht aufgegangen. DS, das seit 2014 als eigene Marke reüssiert, kommt nicht aus der Nische. Die Franzosen hoffen, dass mit dem DS 7 Crossback die Wende gelingt. Der große SUV soll zumindest Achtungserfolge bringen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Im Januar 2018 sanken die Absatzzahlen von DS in der EU um 22,9 Prozent auf mickrige 2864 Fahrzeuge.

Das neuere Modell des Chrysler 300 wurde in Europa als Lancia Thema vertrieben – allerdings nur bis 2014. Quelle: AFP
Chrysler

Das neuere Modell des Chrysler 300 wurde in Europa als Lancia Thema vertrieben – allerdings nur bis 2014.

(Foto: AFP)

Lancia/Chrysler: Der Tanz der lebenden Toten, den Lancia und Chrysler seit einigen Monaten aufführen, geht weiter. Seit 2009 werden einige Modelle der US-Amerikaner in Europa nach geringfügiger Modifizierung als Lancia-Fahrzeuge angeboten. Bereits vor vier Jahren wurde aber die in Schritten erfolgende Einstellung der Produktion auf dem hiesigen Kontinent bekanntgegeben. Erfolgreich ist Lancia eigentlich nur noch in Italien. Seit April 2017 wird von Lancia nur noch das Modell Ypsilon vertrieben, das aber auch beschränkt auf Italien. Der folgerichtige Rückgang um 27 Prozent auf 4259 Fahrzeuge verwundert also wenig. Der Marktanteil der einst stolzen italienischen Marke beträgt damit nur noch dünne 0,3 Prozent.

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2 Kommentare zu "Absatzstatistik: Die Gewinner und Verlierer im europäischen Automarkt"

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  • Herr Carlos Santos@ Richtig, es lebe die Globalisierung, sie macht uns arm und die Chinesen reich. Wie gut das Frau Kanzler so einen Weitblick hat. Es lebe Herr Trump der dem Mist ein Ende setzt.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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