Absatzsteigerung
Europäischer Automarkt legt weiter zu

Der europäische Pkw-Markt kann stark zulegen – nun schon zum fünften Mal in Folge. Die Massenhersteller schöpfen nach einer langen Durststrecke wieder Hoffnung. Doch nicht alle Autofirmen legen zu.
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HamburgDer europäische Pkw-Markt kommt langsam auf die Beine. Im Januar kletterten die Neuzulassungen in der Europäischen Union um 5,5 Prozent auf 935.640 Fahrzeuge und legten damit den fünften Monat in Folge zu. Wie der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag mitteilte, wuchsen in den fünf großen Ländern die Verkäufe. Deutschland, Großbritannien und Spanien erreichten jeweils mehr als sieben Prozent Zuwachs, Frankreich schaffte immerhin ein knappes Plus von 0,5 Prozent. Selbst in Italien, wo der Markt lange kein Lebenszeichen zeigte, kehrten die Kunden in die Autohäuser zurück.

Damit stehen nach Meinung von Analysten jedoch noch keine rosigen Zeiten bevor - der Januar 2014 war trotz der Steigerungen immer noch der zweitschwächste Jahresauftakt seit Beginn der Aufzeichnungen vor zehn Jahren. Von einem Wiederanspringen des Marktes könne noch nicht die Rede sein, sagte Carlos Da Silva von IHS Automotive. „Nach einer Zeit, in der Überleben für viele Hersteller zum Schlüsselwort wurde, kommen wir endlich in eine Phase der Belebung“, fügte der Analyst hinzu. In guten Zeiten seien in der EU ohne Weiteres im Januar mehr als eine Million Neuwagen zugelassen worden. Davon sei man weit entfernt.

„Die gute Nachricht ist: Der Abwärtstrend in Europa ist gestoppt“, sagte Peter Fuß von Ernst & Young. Die schlechte Nachricht sei jedoch, dass die Krise längst nicht vorüber sei, fügte der Automobilexperte und Partner der Unternehmensberatung hinzu. Bis der europäische Absatzmarkt wieder annähernd das Vorkrisenniveau erreiche, dürften noch viele Jahre vergehen. Für 2014 erwartet Fuß einen Anstieg der Neuzulassungen im mittleren einstelligen Prozentbereich - sowohl in Deutschland als auch EU-weit.

Der Trend weist damit nach einhelliger Meinung der Experten nach oben. Rückgänge gab es im Januar nur in fünf von 28 EU-Ländern. Am schlechtesten lief es in Österreich, wo 13,6 Prozent weniger Neuwagen zugelassen wurden als vor Jahresfrist. In der Alpenrepublik wurden nach Angaben der dortigen Statistikbehörde dagegen mehr Gebrauchtwagen zugelassen.

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