Absatzzahlen
BMW hängt Mercedes und Audi ab

Der Münchener Autobauer BMW hat seine schärfsten Konkurrenten Daimler und Audi im Mai mit einem soliden Absatzzuwachs von mehr als drei Prozent abgehängt. Audi lieferte lediglich knapp ein Prozent mehr Pkw aus als im Vorjahresmonat, Daimler verbuchte sogar einen Schwund beim Pkw-Verkauf um vier Prozent, wie aus den am Freitag veröffentlichten Absatzstatistiken der drei Hersteller hervorgeht.

HB FRANKFURT. Mit 133.496 verkauften Pkw baute BMW seine führende Position in der Oberklasse aus. Gefragt war vor allem die Kompaktbaureihe BMW 1, von der mit rund 22.100 Autos doppelt so viele Modelle wie vor Jahresfrist ausgeliefert wurden. Die Kleinwagen der Tochtermarke Mini kamen bei den Kunden angesichts stark gestiegener Spritpreise ebenfalls gut an.

Aber auch teure Modelle fanden reißenden Anklang: Die neue Baureihe X6 ist bereits bis Jahresende ausverkauft, die Luxusmarke Rolls-Royce lieferte mit 110 Pkw doppelt so viele Fahrzeugen wie im Vorjahr aus. In den ersten fünf Monaten des Jahres verkauften die Münchener weltweit 618.731 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce, das war ein Plus von 6,7 Prozent.

Daimler musste im Mai nach dem rasanten Absatzwachstum in den vergangenen Monaten eine herbe Einbuße bei den Verkaufszahlen hinnehmen. Von den Pkw-Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach lieferte Daimler weltweit 111.100 Fahrzeuge aus, rund 5000 weniger als vor einem Jahr. Vor allem die kompakten Baureihen A- und B-Klasse blieben nach Angaben eines Mercedes-Sprechers bei den Händlern stehen, da im Sommer neue Modelle auf den Markt kommen. Den Kleinwagen Smart verkaufte Daimler 13.000 mal, 3,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Über die ersten fünf Monate gerechnet lieferte die Mercedes-Gruppe noch nie so viele Pkw aus wie in diesem Jahr.

Daher traut sich Daimler weiterhin zu, das Jahr 2008 mit einem Absatzrekord abzuschließen. 2007 waren weltweit 1,29 Millionen Pkw ausgeliefert worden.

Auch Audi ist zuversichtlich gestimmt. Bis zum Jahresende werde erstmals die Marke von einer Million verkauften Autos übersprungen, sagte Audi-Chef Rupert Stadler voraus. Die Volkswagen-Tochter aus Ingolstadt baut vor allem auf die zweite Jahreshälfte. Dann soll das neue Mittelklassemodell A4 - das absatzstärkste Modell - für Schwung sorgen. Von Januar bis Ende Mai verkaufte Audi weltweit 426.200 Autos, das sind 1,5 Prozent mehr vor Jahresfrist. Im Mai lieferte Audi 88.200 Autos aus. Vor allem in den Regionen Asien/Pazifik und Osteuropa war die Marke mit den vier Ringen gefragt. Die Zahl der in Kundenhand übergebenen Fahrzeuge stieg dort um zweistellige Prozentsätze.

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