Absatzzahlen der Autobauer
Nur Mercedes glänzt in den USA

Die deutschen Autobauer sind auf dem wichtigen US-Markt mit höchst unterschiedlichem Erfolg ins neue Jahr gestartet. Während Mercedes im Januar einen Rekordabsatz erzielte, gaben VW und Porsche am Freitagabend Verkaufseinbrüche bekannt. Auch die dominierenden Hersteller in den USA tun sich schwer.

HB FRANKFURT. Die Daimler -Marke Mercedes lieferte im vergangenen Monat mit 18 275 Autos 7,1 Prozent mehr aus als vor Jahresfrist. Dies sei der beste Januar-Wert der Firmengeschichte, teilte Mercedes -Benz USA mit. Zulegen konnten vor allem die Geländewagen der Stuttgarter. Allein von der M-Klasse wurden mit 3 237 Fahrzeugen 38 Prozent mehr verkauft als ein Jahr zuvor. Jeder dritte in den USA verkaufte Mercedes ist inzwischen ein Geländewagen. Die C-Klasse als wichtigstes Einzelmodell auf dem US-Markt legte um 18 Prozent auf 4 647 Neuwagen zu.

Volkswagen of America hingegen verbuchte ein Minus von 13,2 Prozent und setzte nur noch 14 411 Fahrzeuge ab. Den stärksten Einbruch gab es dabei beim Geländewagen Touareg. Deutliche Rückgänge verzeichneten auch die beiden wichtigsten VW -Modelle Jetta und Passat. Der Jetta-Absatz ging um 15,7 Prozent auf 6 488 Autos zurück, der Absatz des Passat um 24,5 Prozent auf 2 101 Neuwagen. Beim Touareg brach der Absatz sogar um 47 Prozent auf nur noch 555 Fahrzeuge ein. Zulegen konnten dagegen New Beetle, das Cabrio Eos und die in den USA Rabbit genannte Basisversion des Golf. Allein der Rabbit legte um fast 11 Prozent auf 1 483 Neuwagen zu.

Deutlich abwärts ging es auch bei Porsche. Der Sportwagenhersteller brachte in den USA und Kanada 2 718 Autos an die Kunden, ein Rückgang von zwölf Prozent. Porsche begründete den Einbruch mit seiner "vorausschauenden Lieferpolitik". Aufgrund der Verunsicherung der Verbraucher durch die Hypothekenkrise habe Porsche weniger Fahrzeuge nach Nordamerika geliefert und dafür mehr Autos in die Wachstumsmärkte China, Russland und den Mittleren Osten. Das stärkste Minus verbuchte im Januar der Geländewagen Cayenne, von dem in Nordamerika mit 1 083 Fahrzeugen 26 Prozent weniger abgesetzt wurden als vor einem Jahr. Ein Absatzplus verbuchte dagegen die Boxster-Baureihe, von der mit 779 Fahrzeugen 13 Prozent mehr verkauft wurden als ein Jahr zuvor.

Bei der VW -Tochter Audi dagegen hielten sich die Verkäufe etwas über Vorjahresniveau. Sie erzielte ein Plus von 0,3 Prozent auf 6 418 Wagen. Einen deutlichen Einbruch verbuchte der Geländewagen Q7, das zweitwichtigste Modell der Ingolstädter auf dem US-Markt, von dem 26 Prozent weniger Autos verkauft wurden. Auch beim wichtigsten Modell A4 ging der Absatz weiter zurück und sank um 8,6 Prozent auf 2 618 Neuwagen. Der A4 steht in den USA vor dem Modellwechsel und soll im September durch das Nachfolgemodell abgelöst werden. Starke Zuwächse beim A6 und vor allem beim Sportwagen TT konnten den Rückgang bei A4 und Q7 aber mehr als ausgleichen.

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