Absatzzahlen
Deutscher Automarkt wächst kräftig

Die Autoverkäufe in Deutschland sind dank der Abwrackprämie auch im Juli gestiegen. Besonders profitierten davon ausländische Hersteller und die deutschen Ableger der US-Autobauer. Bei den einheimischen Herstellern gab es Gewinner und Verlierer.

tia/HB FLENSBURG. Die Neuzulassungen nahmen im Juli verglichen mit dem Vorjahresmonat um 29,5 Prozent auf 339 976 Wagen zu, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mitteilte. Dabei sei der Trend zu kleineren Fahrzeugen ungebrochen. Besonders die Minis und Kleinwagen waren gefragt, während die Sportwagen und das Segment der oberen Mittelklasse prozentual zweistellige Rückgänge verzeichneten.

Im Juni hatte das Plus allerdings noch bei 40 Prozent gelegen. Insgesamt hat der deutsche Automarkt in den ersten sieben Monaten des Jahres um fast 27 Prozent auf knapp 2,4 Millionen Neuwagen zugelegt.

Volkswagen verbuchte auf dem Heimatmarkt ein Plus von mehr als einem Viertel auf 68 023 Wagen. Die tschechische VW-Tochter Skoda schnitt mit einem Plus von zwei Dritteln ebenfalls deutlich besser ab als im Vorjahr. Zuwachsraten von jeweils rund 50 Prozent verzeichnete der deutsche Ableger des US-Autobauers Ford und die deutsche GM-Tochter Opel. Von den ausländischen Anbietern profitierte unter anderem die italienische Marke Fiat (plus 94,9 Prozent) , der französische PSA-Konzern mit den Marken Peugeot und Citroen (plus 73,5 und plus 80,7 Prozent) sowie der französische Hersteller Renault mit der rumänischen Billig-Marke Dacia (plus 70,2 Prozent), der seine führende Position unter den Importautos mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent in den ersten sieben Monaten verteidigte. Sehr stark zulegen konnte auch der südkoreanische Hersteller Hyundai und die dazugehörige Marke Kia, deren Neuzulassungen sich im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelten.

Einen Absatzschwund von einem Fünftel auf 22 575 Stück musste Mercedes-Benz hinnehmen. Der Münchener Konkurrent BMW liegt inklusive der britischen Tochter Mini mit 13,5 Prozent im Minus bei 22 568 Einheiten.

Auch die VW-Tochter Audi musste im Juli bei den Neuzulassungen einen Rückgang von 4,0 Prozent hinnehmen. In den ersten sieben Monaten hat sie insgesamt aber noch einen leichten Zuwachs (0,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit lässt sie BMW mit Mini (minus 9,5 Prozent), Porsche (minus 10,8 Prozent) und Mercedes (minus 16,5 Prozent) klar hinter sich. Beim Sportwagenbauer aus Stuttgart-Zuffenhausen verlangsamte sich die Talfahrt im Juli mit einem Minus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

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