Absatzzahlen
Europäer fahren seltener Ford

Ford ist der zweitgrößte Autobauer in den USA. Dort laufen die Geschäfte richtig gut. In Europa dagegen trudelt der Absatz immer weiter nach unten. Dazu teilt der Konzern jetzt Zahlen mit.
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New YorkUS-Autobauer Ford muss sinkende Absatzzahlen auf dem europäischen Markt verkraften.

Im ersten Halbjahr 2012 sei der Verkauf von Fordmodellen auf 19 westeuropäischen Märkten um 19 Prozent zurückgegangen, teilte der Konzern am Freitag mit. Allein im Juni ging der Absatz demnach um 16,1 Prozent zurück.

Ford habe sich dennoch nicht in den harten Rabattkampf der Konkurrenten eingereiht. Insgesamt betrachtet seien die Verkaufszahlen in der Region so niedrig wie seit 1994 nicht mehr, die Nachfrage in ganz Europa gesunken.

Ford ist nach General Motors der zweitgrößte US-Autobauer. Das Unternehmen hatte bereits einen Gewinneinbruch angekündigt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Die Abwrackprämie hat funktionierende Fahrzeuge vom Markt genommen. Neuwagenkäufe wurden vorgezogen, dadurch fehlt jetzt der Ersatzbedarf. Viele können nicht mehr für ein neues Auto sparen, denn sie brauchen jeden verfügbaren Euro für Kraftstoff und Ökosteuer.

  • Ford ist im Gegensatz zu Opel noch zum gewissen Teil Familiengeführt und daher nicht gnaz so sehr dem hektischen Erwartungen der Wallstreet ausgeliefert. Die in Europa entwickelten Ford-Modelle werden zunehmend global gebaut und verkauft, während Opel konzernintern von Chevrolet aufs Korn genommen wird. Und die ja immer irgendwo vorhandenen Interessenbalance zwischen verschiedenen Entwicklungs- und Fertigungsstandorten wird bei Ford recht unspektakulär interne geregelt und nicht wie bei Opel offen ausgetragen. Da hilft dann auch die beste PR-Abteilung nichts mehr. Problem für beide Firmen ist, dass die Mittelklasse von allen Seiten mächtig umkämpft ist.

  • Ford hat kein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis speziell bei Serviceleistungen und wird daher demnächst mit Opel die Bildfläche verlassen. Der Konkurrenzdruck, bedingt durch Überkapazitäten und eingeschränkte Finanzmittel der Normalbürger in Europa, wird für die längst erforderliche Markbereinigung in diesem Segment sorgen.

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