Absatzzahlen für April
Ausland ist heiß auf deutsche Maschinen

Während deutsche Maschinen im eigenen Land nur mehr wenige Abnehmer finden, sind ausländische Unternehmen ganz versessen auf Technik "Made in Germany". Das zeigen die Absatzzahlen für April. Im Gesamtjahr soll es noch besser laufen.

HB DÜSSELDORF. Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau habe im April 2005 preisbereinigt um zwei Prozent zum Vergleichsmonat des Vorjahres zugelegt, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Aus dem Inland kamen im April zehn Prozent weniger Bestellungen, aus dem Ausland hingegen neun Prozent mehr. Rund 70 Prozent der Produktion der deutschen Maschinenbauer geht derzeit ins Ausland.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Drei-Monats-Zeitraum von Februar bis April habe sich im Vorjahresvergleich ein Nullwachstum der Auftragseingänge ergeben. Dies resultiere aus einem Rückgang um sieben Prozent in Deutschland und einem Plus von vier Prozent aus dem Ausland. An seiner Wachstumsprognose von drei Prozent für das Gesamtjahr hält der Branchenverband VDMA fest.

„Die erhoffte Belebung im Inland steht unverändert aus“, beklagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Derzeit gebe es „eine stabile Seitwärtsbewegung auf lausigem Niveau“, betonte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Nach wie vor zeige sich im deutschen Heimatmarkt eine Investitionsschwäche.

„Die Auslandsbestellungen setzen dagegen ihren Wachstumskurs weiter fort“, hob Hesse hervor. Wiechers betonte, die Zuwächse verteilten sich ziemlich flächendeckend über alle wichtigen Auslandsmärkte. Wachstum gebe es weiter vor allem in Russland und China, aber auch rohstoffexportierende Länder orderten Maschinen aus Deutschland. Rege Nachfrage herrsche in den Ländern, die von hohen Rohstoffpreisen profitierten, etwa nach Bergbaumaschinen und Fördertechnik. „Dort gibt es Geld und Bedarf - und davon profitieren wir“, bilanzierte Wiechers.

Weiter beflügelt werden könnte das Auslandsgeschäft zudem vom Euro, der zuletzt gegenüber dem US-Dollar an Boden verloren hatte. Selbst bei einer leichten Verlangsamung der Weltkonjunktur könne ein sinkender Euro-Kurs dem Wachstum der Exporte helfen und mit dafür sorgen, dass der Maschinenbau die schwache Inlandsnachfrage „überkompensieren“ könne, sagte Wiechers. Zudem können die Firmen dadurch auch mehr verdienen: Durch den Euro-Kurs verbessere sich die „Ertragsqualität“ für die Unternehmen.

Keine weitere Verschlechterung erwartet Wiechers zudem durch die Rohstoffpreise, die in der Vergangenheit stark angestiegen waren. Hier gebe es eine Stabilisierung auf hohem Niveau, hob er hervor.

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