Absatzzahlen
GM kämpft sich wieder an die Spitze

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres hat General Motors wieder mehr Autos verkauft als Toyota und sich damit den Titel des absatzstärksten Automobilherstellers zumindest zeitweise zurückerobert. Doch das Rennen bleibt spannend: Während General Motors weiterhin mit niedrigen Wachstumsraten kämpft, macht den Japanern momentan vor allem die Natur zu schaffen

HB TOKIO. Toyota ist in weltweiten Autoverkäufen im zweiten Quartal wieder hinter den US-Konkurrenten General Motors gefallen, bleibt aber über das gesamte erste Halbjahr betrachtet absatzstärkster Autohersteller weltweit. Das geht aus Zahlen hervor, die der japanische Hersteller am Freitag in Tokio vorlegte.

Im ersten Quartal dieses Jahres hatte Toyota erstmals mehr Autos und Lkw als GM verkauft und den amerikanischen Konzern von der Spitzenposition verdrängt. Zwischen April und Juni verkaufte Toyota nach eigenen Angaben weltweit 2,366 Millionen Autos und Lastwagen. GM setzte im gleichen Zeitraum 2,405 Millionen Fahrzeuge ab.

Im ersten Halbjahr insgesamt hat Toyota aber weltweit die meisten Fahrzeuge abgesetzt: Wie Japans Branchenprimus am Freitag bekannt gab, stieg der Absatz zwischen Januar und Juni dank der Nachfrage nach Toyotas benzinsparenden Modellen in Nordamerika um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 4,71 Millionen Fahrzeuge. Der US-Konkurrent GM setzte im gleichen Zeitraum 4,67 Millionen Autos ab, ein Zuwachs von 1,7 Prozent.

Der Vergleich ist eine Art psychologisches Wettrennen zwischen Toyota und GM. Analysten bewerten Autohersteller nach der gesamten Jahresproduktion und nicht nach verkauften Fahrzeugen.

Unterdessen bemüht sich Toyota darum, die Auswirkungen des starken Erdbebens vom Wochenbeginn in der japanischen Provinz Niigata einzugrenzen. Wie die anderen heimischen Autobauer muss auch Toyota einen Teil der Inlandsproduktion aussetzen, da einer der wichtigsten Zulieferer, Riken, die Teilelieferung wegen der Erdbebenschäden aussetzen musste. Insgesamt müssen rund 50 Autowerke in Japan die Arbeit bis zu mehreren Tagen einstellen. Riken, einer der führenden Hersteller von Kolbenringen in Japan, hofft aber, die Fertigung zumindest teilweise am Montag wieder aufzunehmen.

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