Absatzzahlen
Südeuropas Automarkt erholt sich rasant

Dank zweistelliger Zuwächse in Spanien und Italien ist der Autoabsatz in der Europäischen Union im Januar gestiegen. Der Absatz stieg damit zum 17. Mal in Folge. Nur Deutschland schwächelt weiter.
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BrüsselBilliges Benzin und die wirtschaftliche Erholung haben dem Pkw-Absatz in Europa zu Jahresanfang auf die Sprünge geholfen. Im Januar kamen knapp eine Million Wagen neu auf die Straßen der Europäischen Union, fast sieben Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Herstellerverband Acea am Dienstag mitteilte. Damit legten die Neuzulassungen den 17. Monat in Folge zu; der Anstieg ist der deutlichste seit März 2014.

„Der europäische Automarkt hat nun die Talsohle hinter sich gelassen und verlässt langsam den Krisenmodus“", sagte Peter Fuß von der Unternehmensberatung EY. Angesichts einer Vielzahl von Krisen außerhalb Europas und der wachsenden Furcht vor Terroranschlägen bleibe die Unsicherheit jedoch groß.

Doch besonders die Entwicklung in Südeuropa kann sich sehen lassen. In Italien legten die Neuwagenverkäufe demnach um 10,9 Prozent auf 131.300 zu. In Spanien erhöhte sich die Zahl der verkauften Neuwagen im Januar um 27,5 Prozent auf 68.100. Allerdings war der Automarkt in dem Krisenland zuvor eingebrochen. Die Tristesse der Krisenjahre scheinen die Südländer langsam hinter sich zu lassen.

Besonders stark stiegen die Neuzulassungen im Januar in einigen von der Euro-Schuldenkrise hart getroffenen Ländern: In Portugal und Irland kletterte der Absatz jeweils um mehr als ein Fünftel. „Nach langer Durststrecke zeigen die Konjunkturdaten in den meisten europäischen Ländern endlich wieder nach oben“, sagte Fuß. Offenbar schöpften die Menschen auch in den ehemaligen Krisenländern wieder Hoffnung und die Konsumlust kehre zurück. Zudem helfe der niedrige Ölpreis.

Trotz des erwarteten Anstiegs der Verkaufszahlen dürfte der Pkw-Absatz im laufenden Jahr in der EU weiter unter dem Niveau vor der Ausbruch der Finanzkrise liegen. Im Januar wurden nach Berechnungen von EY EU-weit 22 Prozent weniger Pkw neu registriert als im Vorkrisenjahr 2007. In Spanien und Italien seien sogar nur etwa halb so viele Neuwagen verkauft worden wie vor Ausbruch der Krise. Einzig Großbritannien und Deutschland lägen inzwischen wieder auf oder sogar über dem Niveau der Vorkrisenjahre.

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  • Und ich habe immer gedacht, den Südeuropäer geht es so schlecht.

    Hoffentlich muss der deutsche Steuerzahler, die Autos nicht bezahlen.

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