Absatzzahlen
Volkswagen holt in den USA auf

Mit dem US-Passat hat Volkswagen die Aufholjagd in den USA eingeleitet: Sämtliche deutsche Autobauer verkaufen in den USA mehr als im Vorjahr - doch die "Big Three" geben ihnen Kontra.
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DetroitDie USA sind das Paradies für deutsche Autobauer. Auf dem riesigen Automarkt ist von einer Kaufzurückhaltung wie in Europa nichts zu spüren. Im Gegenteil: BMW, Daimler, Audi und Porsche wurden im vergangenen Jahr in den Vereinigten Staaten so viele Autos los wie noch nie; die Marke VW schaffte das beste Ergebnis seit fast vier Jahrzehnten. Und die Hersteller bleiben optimistisch.

Volkswagen wächst dabei deutlich stärker als die US-Konkurrenz, wie die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zeigen. Europas größter Autobauer wurde mit seiner Kernmarke im vergangenen Jahr fast 440.000 Autos in den Vereinigten Staaten los, ein Zuwachs von gut 35 Prozent.

Auch im Dezember war die Nachfrage hoch. Damit hat VW seine Auslieferungen seit 2009 mehr als verdoppelt und das beste Jahresergebnis seit 1973 eingefahren.

Wachstumstreiber war vor allem der eigens entwickelte US-Passat: Hier verfünffachten sich die Verkäufe im Vergleich zu 2011. Nach dem Jetta, der unter dem Vorjahresniveau blieb, ist der Passat das am meisten verkaufte Modell der Wolfsburger in Nordamerika. Zusammen machen sie rund zwei Drittel des Absatzes aus.

An die Stückzahlen der drei großen US-Hersteller kommt VW jedoch nicht heran: Marktführer General Motors verkaufte nach Angaben von Donnerstag im Dezember fast 246.000 Fahrzeuge auf dem Heimatmarkt, das sind fünf Prozent mehr als vor einem Jahr. Ford meldete ein Plus von zwei Prozent auf gut 214.000 Wagen. Dies seien die besten Dezember-Verkaufszahlen seit dem Vorkrisenjahr 2006.

Der Dritte im Bunde der amerikanischen "Big 3", der Autobauer Chrysler, steigerte seinen Absatz um zehn Prozent auf mehr als 152.000 Fahrzeuge. Auch ausländische Hersteller legten kräftig zu: der japanische Toyota -Konzern um neun Prozent auf gut 194.000.

Volkswagens Landeschef Jonathan Browning geht allerdings nicht davon aus, das rasante Tempo des Jahres 2012 halten zu können. VW werde 2013 aber schneller als die Konkurrenz wachsen, kündigte er an.

Kommentare zu " Absatzzahlen: Volkswagen holt in den USA auf"

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  • Volkswagen holt auf, aber ist immer noch Exot in den USA. Der Marktanteil der deutschen Autohersteller in USA hat sich von 2011 auf 2012 nicht verändert. Durch das Marktwachstum von 13,4 % in 2012 wird das Wachstum von VW relativiert. Natürlich war Volkswagen DER Outperformer des Jahres 2012 mit knapp 30 % Wachstum. Knapp dahinter liegt jedoch schon Toyota mit 26,6 % Wachstum nach dem schlimmen Japanjahr 2011. Insgesamt sind nur die japanischen und die deutschen Hersteller überdurchschnittlich gewachsen, nämlich jeweils um 21,2 %. Die beiden US Hersteller Ford und GM mussten je 1 % Marktanteil an Honda und Toyota abgeben.
    Volkswagen hat noch einen langen Weg in den USA vor sich. VW ist zwar jetzt der größte Diesel Personenwagen Anbieter in den USA, aber Diesel bleibt in den USA exotisch. So beträgt der Dieselanteil am VW Angebot zwar 20 %, Toyota hat aber mit seinem Hybrid Prius eine Steigerung von 76 % erreicht und reduziert jetzt die Preise seiner Hybridfahrzeuge. Die VW Gruppe hat in den USA sehr erfolgreich gearbeitet. BMW und Mercedes aber auch. Das Produktsortiment von VW ist noch nicht kompatibel mit den Wünschen amerikanischer Kunden. Immernoch gilt VW in den USA als nicht zuverlässig. Das fehlende Pickup Angebot und das fehlende Angebot für Urbane Käuferschichten hämmt das weitere Wachstum. VW wird von Käufern bevorzugt, die täglich lange Strecken fahren müssen, also eher ländlich zu lokalisieren sind. Viel bleibt zu tun.

  • Erstaunlich ist nicht so sehr das Abschneiden von Volkswagen in den USA im Dezember, wo man insgesamt 44.005 Wagen los wurde, erstaunlich ist der Absatz von BMW, ein Premiumhersteller, der mit 43.855 nur knapp darunter lag. Die Zahl wird noch erstaunlicher, wenn man den Absatz von Audi mit 14.841 daneben stellt.

    Die Höhe des VW Absatzes 2012 ist z.T. ein statistischer Basiseffekt durch die Eröffnung des neuen Werkes in Chattanooga, wo eine Billigversion des Passats produziert wird.

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