Absatzzahlen
Wachstum von BMW im Mai gebremst

Im krisengeplagten Europa kann BMW nicht mehr so gut verkaufen wie zuvor. Dafür laufen die Geschäfte bei der Konkurrenz umso besser: Audi legt zweistellige Wachstumszahlen vor.
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MünchenBMW ist im Mai nicht mehr ganz so schnell gewachsen wie zu Jahresanfang. Konkurrent Audi verbuchte dagegen erneut ein zweistelliges Plus und setzte sich als Ziel, im Gesamtjahr 1,4 Millionen Autos zu verkaufen. "Auch in Europa wachsen wir weiter klar gegen den Markttrend", sagte Audi-Vertriebschef Peter Schwarzenbauer am Montag.

Bei BMW standen rückläufige Werte im krisengeschüttelten Europa starken Absatzzahlen in Asien und Amerika gegenüber. Der Münchner Autobauer lieferte im Mai 156.957 Fahrzeuge und damit 6,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat an die Kunden aus. Obwohl dies der beste Mai der Firmengeschichte war, gab es zuletzt höhere Zuwächse. In den ersten fünf Monaten 2012 zusammen beläuft sich das Plus auf gut neun Prozent.

Die VW-Tochter Audi verkaufte im Mai weltweit rund 128.900 Fahrzeuge, das sind 13,7 Prozent mehr. In den ersten fünf Monaten setzte Audi mit rund 600.200 Autos 12,1 Prozent mehr ab. Das erste Halbjahr werde in allen Regionen die Erwartungen übertreffen, sagte Schwarzenbauer. In Europa sei die Entwicklung in Deutschland und Großbritannien besonders stabil. In beiden Ländern gab es Zuwächse. In den Krisenländern Italien und Spanien verbuchte Audi allerdings hohe Rückgänge.

Bei BMW schrumpfte der Absatz in Europa um 1,7 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland betrug das Minus über fünf Prozent. In Asien legte der Dax-Konzern knapp 26 Prozent zu. In China gab es sogar ein Plus von 31,5 Prozent. Auch in den USA betrug das Wachstum 7,1 Prozent. Am stärksten waren die Zuwächse im vergangenen Monat bei der Kernmarke BMW, dicht gefolgt von Mini. In der Motorrad-Sparte gab es ein klares Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ha Ha Ha,

    ich fahre seit 25 Jahren BMW, mein jetziger wird der Letzte sein, versprochen! Ich mache das Kasperl Theater nicht mit was die mit den Kunden abziehen, Milliarden Gewinne einfahren und der Kunde ist der Doofe.

    Kaum Kulanz, nach 2 Jahren ist sowieso Schluss, Gebrauchtwagen Anschlussgarantie die auch kaum was bezahlt aber viel Geld kostet. Leasing ist schon lange "obsolet", bei der Rückgabe wird Exorbitant abkassiert. Sorry, wer denken kann kauft keinen BMW mehr.

  • Bald ist es für alle aus mit dem Wachstum. gleichermaßen mit dem Wachstum der vergangenen Jahre wuchsen nämlich die Schuldenberge, mit denen dieses Scheinwachstum bezahlt wurde. Es ist schon viel zu lange von Allem genug da, die Industrie könnte 5 Jahre Pause machen und es würde am Markt trotzdem nichts fehlen(ausgenommen Waren des täglichen Bedarfs). Die Welt sollte Luft holen und anfangen zu denken, das geht aber nicht, weil zum Beispiel bei BMW 21 Milliarden Euro Eigenkapital fast 55 Milliarden Schulden gegenüber stehen. Wehe wehe, wenn ich an das Ende sehe....Sie haben sich von den Scheißbanken und ihrem Zaubergeld alle einfangen lassen jetzt werden sie gewürgt, bis sie nichts mehr ausspucken. Das Finale wird grausam, vor allem für die, die immer noch nicht erkennen, was hier wirklich los ist.

  • Panik: "Wachstum gebremst". Immer wieder faszinierend, wie die Medien selbst sehr gute Nachrichten ins Negative verkehren, um ihrem erbärmlichen Berufspessimismus genüge zu tun. 6,8 Prozent Wachstum trotz angeblich dramatischer Krise und seit über 1 Jahr von "Experten" angekündigten massiven "Absatzeinbrüche" ist traumhaft! Die Medien lassen sich bereitwillig vor die Karren der Shortseller spannen. Für solche Schlagzeilen sollten sich die Redakteuere wenigstens von Paulsen & Co eine fette Provision abholen!

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