Abschwung auf dem Heimatmarkt
Goodyear schließt jede achte US-Filiale

Der US-amerikanische Reifenhersteller Goodyear profitiert vom boomenden Auslandsgeschäft. Gewinn und Umsatz des Continental-Konkurrenten sind überraschend stark gestiegen. Auf dem Heimatmarkt läuft es hingegen schlecht. Goodyear will zwölf Prozent seiner Läden in den USA schließen. Das wird auch Arbeitsplätze kosten.

HB DETROIT. Goodyear schließt wegen des Konjunkturabschwungs 92 von 742 Geschäften. In diesem Zusammenhang will der größte US-Reifenhersteller auch 600 Stellen streichen, weltweit beschäftigt der Konzern 72 000 Mitarbeiter.

"In der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation fahren die Leute weniger, und dies wirkt sich offensichtlich auf alle Bereiche der Autoindustrie aus, sowohl auf den Kauf neuer Reifen als auch auf den Kauf neuer Autos", sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstagabend. Allerdings seien die betroffenen Läden auch schon vor dem Wirtschaftsabschwung in den USA schlecht gelaufen.

Die Schließungen werden den Angaben zufolge insgesamt zu einer Sonderbelastung von rund 30 Mill. Dollar führen. Gut die Hälfte soll im dritten Quartal verbucht werden. Im zweiten Quartal hatte Goodyear seinen Gewinn dank des florierenden Auslandsgeschäfts überraschend kräftig um über 30 Prozent auf 75 Mill. Dollar gesteigert. Der Umsatz legt um 6,5 Prozent auf 5,24 Mrd. Dollar zu. Das Ergebnis im Nordamerika-Geschäft war allerdings deutlich zurückgegangen.

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