Abspaltung der LKW-Sparte Daimler: Fonds erhöhen Druck auf Zetsche

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Daimler-Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm löste bereits Heuschreckenalarm aus. Sollte ein Investor den Konzern zerschlagen wollen, werde es massiven Widerstand der Beschäftigten geben, kündigte er an.

Bislang ist der Einstieg von Cevian indes nicht von den Unternehmen bestätigt worden. "Ich habe keinen Kommentar", war das einzige, was Cevian-Chef Christer Gardell dazu sagen wollte.

Doch der drastisch gesunkene Aktienkurs der Stuttgarter hat im Konzern bereits Sorgen vor einem feindlichen Übernahmeversuch geschürt. Trotz der Trennung von Chrysler im vergangenen Jahr hat sich der Börsenwert des Stuttgarter Autobauers seitdem nahezu halbiert. Das macht den Konzern anfällig für Attacken aggressiver Aktionäre, die rasch Kasse machen möchten. Der Konzern hat seit dem Rückzug der Deutschen Bank nur noch das Emirat Kuwait mit einem Anteil von 7,6 Prozent als nennenswerten Großaktionär. Rund 20 Prozent des Grundkapitals werden dagegen laut Daimler von verschiedenen Finanzinvestoren gehalten.

Der Versuch, aktiv Einfluss auszuüben, gehört zu Cevians Strategie. Ein ähnlicher Vorstoß der Schweden beim zweitgrößten LKW-Hersteller der Welt, Volvo, war bislang allerdings nur teilweise von Erfolg gekrönt.

Das Management um Zetsche hält allerdings eine Trennung von der Nutzfahrzeugsparte nicht für sinnvoll. "Das gehört ganz klar zusammen", heißt es in Firmenkreisen.

Auch viele Experten glauben, dass der Konzern Daimler auf den zwei Säulen besser steht als auf einer und eine Abspaltung ein Fehler wäre. "Es gibt zu viele Synergien zwischen dem LKW- und dem PKW-Geschäft", sagte Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft.

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