Abspaltung des traditionsreichen Chemiegeschäfts gebilligt
Bayer-Umbaupläne unter Dach und Fach

Die Bayer-Aktionäre haben die Pläne des Vorstands zur Abspaltung des traditionsreichen Chemiegeschäfts gebilligt. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung gaben sie am Mittwoch in Essen mit überwältigender Mehrheit grünes Licht für die Ausgliederung des Bereichs und einen anschließenden Börsengang unter dem Namen Lanxess.

HB ESSEN. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung in der Essener Gruga-Halle stimmten 99,66 % des anwesenden stimmberechtigten Aktienkapitals dem Spin-Off der Gesellschaft zu, wie Bayer am Mittwoch mitteilte. Lanxess soll zu Jahresbeginn 2005 - voraussichtlich in der zweiten Januarhälfte - an die Börse kommen. Bayer-Aktionäre erhalten im Zuge der Abspaltung für je zehn Bayer-Aktien eine zusätzliche Lanxess-Aktie.

Mit der Abspaltung von Lanxess trennt sich der Traditionskonzern von gut einem Fünftel seines Konzernumsatzes. "Der heutige Beschluss ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung der strategischen Neuausrichtung unseres Konzerns", warb Wenning im Vorfeld bei den Aktionären. Es habe keine Alternative auf dem Weg zur Neuausrichtung von Bayer gegeben, sagte Wenning weiter.

Einziger Tagesordnungspunkt des Aktionärstreffens war der Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen Bayer und Lanxess. Dennoch wurde auch etwas zu den Geschäftszielen gesagt. "Die gesetzten Ertragsziele für 2004 können wir heute nochmals bestätigen", sagte Bayer-Chef Werner Wenning im Rahmen der Veranstaltung den versammelten Aktionären in der Essener Gruga-Halle. Danach erwartet Bayer für dieses Jahr weiterhin vor Zinsen und Steuern und Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - einen Ergebnisanstieg von mehr als zehn Prozent. Auch vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll am Jahresende ein Ergebniszuwachs von mehr als zehn Prozent in den Büchern stehen.

Mit seinen Einsparzielen sieht sich Bayer im Plan. Dieses Jahr will der Konzern Nettoeinsparungen von 900 Mill. ? realisieren. Bis Ende 2005 sollen es 2,5 Mrd. ? sein.

Zur Abspaltung von Lanxess sagte Wenning ferner, dass nach Inkrafttreten Lanxess Grundflächen von Bayer in Deutschland für rund 265 Mill. ? erwerben wolle. Ein Aufsichtsratchef für Lanxess ist auch bereits gefunden. Das Kontrollgremium der neuen Chemiegesellschaft soll Rolf Stomberg leiten. Stomberg war früher im Management des BP-Konzerns tätig.

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