Abstand zu BMW und Audi: Daimler kommt näher

Abstand zu BMW und Audi
Daimler kommt näher

Mit den neuen Modellreihen fährt Daimler einen Absatzrekord ein – und verkürzt den Abstand zu den Konkurrenten BMW und Audi. Vor allem im wichtigsten Automarkt der Welt machen die Schwaben merkliche Fortschritte.
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DüsseldorfEin paar Jahre haben sie bei Daimler noch: Bis zum Jahr 2020 - so hat es Konzernchef Dieter Zetsche versprochen - wolle man wieder zum führenden Premiumhersteller aufsteigen. Diesem Ziel ist man im abgelaufenen Jahr wieder ein bisschen nähergekommen. Allerdings bleiben die Stuttgarter insgesamt nur auf dem dritten Platz.

Mit einer ganzen Reihe neuer und aufgefrischter Modelle haben die Schwaben im Jahr 2014 so viele Autos wie noch nie verkauft. Allein bei der Kernmarke Mercedes-Benz wurden 1,65 Millionen Neuwagen abgesetzt. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent gegenüber 2013, wie die Stuttgarter am Freitag mitteilten. Damit wächst man sogar schneller als die Konkurrenten BMW und Audi, die mit 1,8 Millionen (hier die Zahlen im Detail) bzw. 1,74 Millionen verkauften Fahrzeugen zwar ebenfalls einen Rekordabsatz hingelegt haben, allerdings etwas langsamer wachsen.

Verantwortlich ist dafür vor allem eine runderneuerte Modellpalette. Die S-Klasse, Daimlers Spitzenmodell, wurde neu aufgelegt und kann bei den Verkäufen um satte 82,2 Prozent auf rund 103.700 Fahrzeuge zulegen. Und auch Bestseller wie die C-Klasse wurden runderneuert. Besonders stark wachsen die Stuttgarter allerdings in der Kompaktklasse, also mit A-, CLA- und B-Klasse. Diese Modellreihen konnten beim Absatz um 24,7 Prozent auf 463.150 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Allerdings wird in diesem Segment auch deutlich weniger Marge erwirtschaftet als bei den Spitzenmodellen.

Schwach sieht der Absatz bei der kleinen Tochter Smart aus - die Verkaufszahlen gingen um elf Prozent auf knapp 90.000 Stück zurück. Allerdings wurden die Zahlen auch belastet durch einen bevorstehenden Modellwechsel. Die im Herbst vorgestellte neue Smart-Generation soll den Absatz 2015 wieder steigen lassen.

Im neuen Jahr will Daimler auch das Geschäft mit Sportwagen weiter ausbauen. Mit dem Mercedes-AMG GT hatte die Sportwagentochter zuletzt einen komplett eigenständig entwickelten Herausforderer für den Porsche 911 vorgestellt. Mit rund 47.600 Fahrzeugen legte die Sportwagenschmiede zwar ein Rekordjahr hin, spielt in der Absatzstatistik des Gesamtkonzerns aber eine untergeordnete Rolle.

Besser sieht es bei den SUVs aus. Hier plant Daimler etliche neue Modelle. Das GLE Coupé soll bereits auf der Automesse in Detroit gezeigt wird. Insgesamt spielen die SUVs bei Daimler im Vergleich mit der Premiumkonkurrenz noch eine untergeordnete Rolle, bei BMW macht die X-Reihe mittlerweile einen beträchtlichen Anteil an den Verkäufen aus. Bei Daimler stieg der Absatz in diesem Segment immerhin auf 341.800 verkaufte Fahrzeugen, was einem Plus von 5,3 Prozent entspricht. Dazu trägt vor allem die G-Klasse mit einem Absatzplus von 10,4 Prozent bei.

Auch 2015 wolle man darum die Modelloffensive fortsetzen, kündigte Daimler an. „Bis 2020 werden wir noch mindestens elf neue Modelle ohne Vorgänger auf den Markt bringen“, so Daimler-Vertriebsvorstand Ola Källenius.

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