Abwälzung des Währungsrisikos auf Lieferanten
Airbus will nur noch in Dollar bezahlen

Seit langem leidet Airbus unter dem hohen Euro-Kurs. Schließlich begleicht der Flugzeugbauer den Großteil seiner Kosten in Euro, verkauft die fertigen Maschinen aber in den Dollarraum. Nun will Airbus seine Zulieferer auch in Dollar bezahlen, um das Währungsrisiko abzufedern.

HB DÜSSELDORF. Beim Zulieferer Diehl Aircabin hat sich der europäische Luftfahrtriese bereits durchgesetzt, wie Airbus Deutschlandchef Gerald Weber im schwäbischen Laupheim sagte. Diehl Aircabin ist eine Gemeinschaftsfirma von Diehl und der französischen Thales und betreibt seit wenigen Tagen den ehemaligen Airbus-Standort in Laupheim. Hier werden Kabinenteile für verschiedene Airbus-Modelle gefertigt. Derzeit laufen Verhandlungen für weitere Aufträge für den neuen A350.

Die Gemeinschaftsfirma werde sich künftig auch um Orders von Airbus-Konkurrenten wie dem US-Hersteller Boeing bemühen, sagte Thales-Chef Dennis Ranque. Das Werk, das im kommenden Jahr rund 250 Millionen Euro Umsatz machen werde, solle seine Einnahmen in drei bis vier Jahren um die Hälfte steigern.

Diehl Aircabin will den Standort weiter ausbauen. In den nächsten Jahren werde ein dreistelliger Millionenbetrag investiert, sagte Diehl-Vorstandschef Thomas Diehl am Mittwoch in Laupheim. Neben dem Airbus A380 erwartet das Unternehmen gute Geschäfte vor allem beim geplanten Langstreckenjet A350 XWB.

Die EADS-Tochter Airbus hatte den Standort mit 1100 Mitarbeitern im Zuge ihres milliardenschweren Sparprogramms an Diehl und Thales verkauft. Das Nürnberger Familienunternehmen hält nun 51 Prozent, die Franzosen den Rest. Bis 2012 gilt eine Beschäftigungsgarantie.

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