Abwärtstrend
BMW-Flaggschiff sticht in raue See

Die Hiobsbotschaften im Hause BMW reißen nicht ab: Zur Premiere des neuen Flaggschiffs, der 7er-Reihe, brechen dem Konzern zwei wichtige Auslandsmärkte ein.

MÜNCHEN. Nach dem Minus der Marke BMW auf dem US-Markt von 17 Prozent im Juni sacken nun auch die Verkäufe in Japan ab. Dort verloren die Münchener auf Monatsbasis 23 Prozent und schnitten deutlich schlechter ab als die Rivalen Audi und Mercedes.

Ab November schicken die Münchener die fünfte Version der 7er-Reihe ins Rennen. Jeder dritte Siebener wird in den USA verkauft, Japan ist neben China der wichtigste asiatische Markt für die Luxuslimousine. Trotz der schwierigen Ausgangslage ist sich BMW-Chef Norbert Reithofer sicher: „Dieses Auto wird dazu beitragen, dass wir unser Renditeziel 2012 erreichen.“

Acht bis zehn Prozent Umsatzrendite will Reithofer bereits in vier Jahren erzielen, zurzeit sind es gerade fünf. Um die Marge nachhaltig zu heben, will BMW die Kosten bis zum Jahr 2012 um insgesamt sechs Mrd. Euro senken, 8 000 Stellen werden gestrichen.

Die Masse der Einsparungen soll der Materialeinkauf bringen. Doch gerade hier bläst BMW der Wind steil ins Gesicht: Laut Branchenverband VDA haben sich die Preise für Aluminium und Kupfer seit Jahresbeginn um 22 Prozent erhöht, Stahl ist gar 58 Prozent teurer geworden. Viele Zulieferer haben Preisgleitklauseln, die Stahlkonzerne kündigen die Verträge. Mindestens so kritisch ist für BMW der Verfall des US-Dollars, der seit Jahresbeginn erneut zehn Prozent auf den Euro verloren hat.

Nach einem Gewinneinbruch von fast 25 Prozent im ersten Quartal, wackelt die Jahresprognose nun bedenklich. Reithofer hatte ein Jahresergebnis in Vorjahreshöhe in Aussicht gestellt, also mindestens 3,75 Mrd. Euro vor Steuern. Die Lage lasse die Ziele „ambitioniert“ erscheinen, heißt es bei BMW. Anfang August legen die Münchener ihre Halbjahreszahlen vor.

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