Abwärtstrend
Mazda stellt sich auf Jahresverlust ein

Nach Toyota und Honda hat nun auch der Autobauer Mazda seine Geschäftsprognosen kassiert. Der fünftgrößte Autobauer Japans stellt sich im laufenden Geschäftsjahr auf rote Zahlen ein.

HB TOKIO. Die japanischen Autobauer Mazda und Mitsubishi fahren wegen hoher Verluste ihre Produktion deutlich zurück. Japans fünftgrößter Hersteller Mazda rechnet in dem im März endenden Geschäftsjahr mit einem Betriebsverlust von 215 Mio. Euro und auch von April bis Juni mit „extrem schwierigen Bedingungen“. Die Nummer sechs Mitsubishi, die von einem Nettoverlust von rund 520 Mio. Euro ausgeht, zieht sich wegen der Krise aus der berühmten Wüstenrallye Dakar zurück.

Die trüben Ausblicke für das Geschäftsjahr kamen für Analysten nicht überraschend, da auch Toyota und Honda kürzlich ihre Geschäftsprognosen kassierten. Im Gegenzug zum weltgrößten Hersteller Toyota rechnet Nummer zwei Honda aber noch mit einem kleinen Gewinn. Alle Hersteller leiden unter der eingebrochenen Fahrzeugnachfrage und dem starken Yen. Mazda steht wegen der teuren Landeswährung besonders unter Druck, da die Firma eine besonders hohe Exportquote hat. Nun wolle Mazda zunächst seine extrem großen Lagerbestände abbauen, kündigte Firmenchef Takashi Yamanouchi an.

Mazda, das zu 13 Prozent dem US-Konzern Ford gehört, fährt seine Produktion um weitere 48 000 Fahrzeuge zurück. Im Geschäftsjahr laufen damit fast ein Fünftel weniger Autos vom Band als ursprünglich geplant. Der Konzern hat kürzlich angekündigt, wegen der Branchenkrise die Gehälter von Büroangestellten zu kürzen und Arbeitern Sonderurlaub zu verordnen.

Auch Mitsubishi will auf die Kostenbremse treten. Der Konzern will Management-Gehälter kürzen und Investitionen verschieben. Auch die geplante Produktion von Geländewagen in Russland in einem Gemeinschaftsunternehmen mit PSA Peugeot Citroen soll hinausgezögert werden. Der erwartete Verlust im Gesamtjahr fiel rund dreimal so hoch aus wie zuvor in der japanischen Finanzpresse berichtet. Seit November sei die Zahl der Autoverkäufe „praktisch vertikal“ eingebrochen, sagte Mitsubishi-Präsident Osamu Masuko.

In den USA brach der Verkauf von Mitsubishi-Fahrzeugen im Januar um 37 Prozent ein, bei Mazda lag das Minus bei 30 Prozent. Damit schnitten die Firmen jedoch immer noch besser ab als die US-Hersteller, bei denen die Absätze teilweise über die Hälfte schrumpften. Insgesamt fielen die Verkaufszahlen auf dem weltgrößten Automarkt auf den tiefsten Stand seit 27 Jahren.

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