Abwehrstrategie
RWE befürchtet Übernahme

Der Energiekonzern RWE befürchtet offensichtlich eine feindliche Übernahme. Steigende Aktienkurse in den vergangenen Wochen deuten auf den Kauf größerer Aktienpakete hin. Der Konzern rüstet sich inzwischen für eine mögliche Abwehrschlacht.

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE rüstet sich offenbar gegen eine mögliche feindliche Übernahme. Der Vorstandssitzende Harry Roels bat inzwischen Investmentbanker, eine mögliche Abwehrstrategie für eine drohende Übernahme zu erarbeiten, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Einige Maßnahmen wie etwa ein schnelles Aktienrückkaufprogramm oder die Ausschüttung von Sonderdividenden seien bereits vor einigen Wochen im Zusammenhang mit dem Verkauf der britischen Wassersparte Thames Water erörtert worden. Auch intern habe das Unternehmen mit einer Art Notfallplan Vorbereitungen getroffen, auf eine drohende Übernahme reagieren zu können. So seien etwa Banken und PR-Agenturen aufgelistet, die im Fall einer akuten Bedrohung mit RWE zusammenarbeiten könnten.

Hintergrund ist der steigende Aktienkurs des RWE-Papiers. Schon seit Wochen registriere RWE, dass große Aktienpakete gekauft würden. Allerdings gebe es „keine konkrete Abwehrplanung oder entsprechende Aufträge“, zitiert das Blatt aus dem Energiekonzern.

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