Abwicklung
Letzter Akt im Trauerspiel Agfa-Photo hat begonnen

Rund ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird das Leverkusener Traditionsunternehmen Agfa-Photo jetzt abgewickelt.

HB LEVERKUSEN. Das Amtsgericht Köln habe das geregelte Insolvenzverfahren angeordnet, teilte Agfa-Photo-Sprecher Thomas Schulz am Mittwoch in Leverkusen mit. Bislang hatte ein so genannter Sachverwalter die Geschäfte bei Agfa-Photo geführt. Das Unternehmen hatte im Mai 2005 Insolvenz beantragt. Nachdem es anfangs gut aussah, waren im Oktober 2005 Verhandlungen mit Investoren über eine Fortführung des gesamten Unternehmens gescheitert. Nur kleine Teile werden überleben.

Vor dem Insolvenzantrag hatte das Unternehmen 1700 Beschäftigte, davon 900 im Rheinland. Die Produktion an den Standorten Leverkusen und München wurde im November eingestellt. Zuvor waren Teilbereiche der Agfa-Photo mit insgesamt rund 120 Beschäftigten an Investoren verkauft worden; das betraf vor allem die Sparten Labormaschinen und -service. Gegenüber dem Endkunden wird Agfa-Photo aber kaum mehr sichtbar sein: sowohl die Filmsparte, als auch die Fotopapier-Produktion sind der Pleite zum Opfer gefallen.

Andreas Ringstmeier, bisheriger Sachverwalter, ist nun Insolvenzverwalter. „Wir werden die produzierten Waren mit einer Mannschaft von rund 100 Mitarbeitern bis spätestens zum Sommer 2006 verkauft haben und dann nach und nach die Agfa-Photo abzuwickeln haben“, sagte Ringstmeier.

Alle Beschäftigten, die nicht an der Restabwicklung des Unternehmens beteiligt sind, konnten laut Schulz in eine Transfergesellschaft wechseln. Dort erhalten sie maximal ein Jahr lang 90 Prozent des letzten Einkommens.

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