Actelion
Neues Heuschnupfenmittel beweist Wirksamkeit

Mit einem neuen Wirkmechanismus kann Actelion in Sachen Heuschnupfen nun einen Erfolg verbuchen. Alleine wird das Schweizer Biotechnologieunternehmen das neue Medikament aber wohl nicht entwickeln.
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ZürichEin neuartiges Medikament der Schweizer Biotechnologiefirma Actelion gegen Heuschnupfen hat in einem klinischen Test seine Wirkung unter Beweis gestellt. Nach mehreren Rückschlägen meldete Europas Brachenführer damit am Montag eine Erfolg mit einem neuem Medikament.

Eine Zusammenarbeit mit einem Pharmakonzern bei dem sogenannten CRTH2-Antagionist rückt damit näher. „Das ist klar ein Schritt in Richtung Partnerschaft“, sagte ein Actelion-Sprecher. Dass das Mittel alleine zur Marktreife entwickelt werde, sei unwahrscheinlich. Bevor über das weitere Vorgehen bei CRTH2 entschieden wird, will Actelion aber noch die Resultate einer Phase-II-Studie zur Behandlung von Asthma abwarten, die Mitte kommenden Jahres vorliegen sollen.

CRTH2 erreichte nach Actelon-Angaben in der Phase-II-Studie den primären Endpunkt mit statistischer Signifikanz. Das Mittel erwies sich zudem in der Anwendung als sicher. Der Test diente der Dosisfindung. CRTH2 blockiert teilweise die Wirkung des Gewebshormon Prostaglandin D2 (PGD2) auf Entzündungsvorgänge und hemmt damit allergische Reaktionen. An diesem neuen Wirkmechanismus arbeiten auch noch andere Unternehmen wie beispielsweise Boehringer Ingelheim. Actelion gelang als erstem Unternehmen der Wirkungsnachweis, sagte der Sprecher.

Bei Actelion hatte bis vor kurzem ein Machtkampf zwischen dem Management und dem Hedgefonds Elliott Advisors getobt. Anfang Mai war Elliott mit seinem Bemühen um mehr Einfluss bei Europas Branchenführer gescheitert - die Aktionäre hatte sich bei der Generalversammlung hinter das Management und die Geschäftsausrichtung gestellt.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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