Actelion: Warum der Actelion-Chef umdenken könnte

Actelion
Durch J&J-Übernahmeangebot droht Erklärungsnot

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Warum der Actelion-Chef umdenken könnte

Clozel pochte stets auf die Eigenständigkeit von Actelion. Unterstützt wurde dieser Kurs vom Großaktionär Rudolf Maag und anderen Schweizer Investoren. 2015 machten Gerüchte die Runde, dass der britische Pharmakonzernen Shire mit einem Übernahmeversuch gescheitert sei. Im Jahr 2011 wehrte Actelion erfolgreich einen Versuch des Finanzinvestors Elliott ab, die Kontrolle zu übernehmen.

Das Unternehmen mit Sitz in Allschwil nahe Basel ist spezialisiert auf Medikamente zur Behandlung von lebensbedrohlichem Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH). Andere Standbeine sind vorerst nicht absehbar: Bis es Arzneien etwa gegen Multiple Sklerose und Durchfallerkrankung auf den Markt schaffen, können noch Jahre vergehen. Der 61-jährige Kardiologe Clozel, seine Frau Martine, die Forschungschefin von Actelion, und drei weitere Gründer hatten die heute hochprofitable Firma 1997 aus der Taufe gehoben.

„An dieser Stelle und in seinem Alter könnte Herr Clozel geneigt sein, neue Chancen für Actelion zu prüfen“, sagte Alexandre Stucki von AS Investment Management in Genf, der Actelion-Aktien im Wert von mehreren hundert Millionen Franken hält. „Das Timing von J&J ist nicht schlecht.“ Sollte der Konzern aus New Jersey bereit sein, 200 Franken je Aktie oder mehr auf den Tisch zu legen, messe er der Forschungspipeline wohl einigen Wert zu.

„Zum richtigen Preis dürfte sich Actelions Management dann doch mit einem Deal beschäftigen müssen“, erklärte Olivia Capra, Analystin bei Barclays. Andernfalls gäbe es wohl Erklärungsbedarf, warum die Aktionäre dem Unternehmen langfristige zum Unternehmen stehen sollen.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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