Actelion Durch J&J-Übernahmeangebot droht Erklärungsnot

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Warum der Actelion-Chef umdenken könnte
Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Clozel pochte stets auf die Eigenständigkeit von Actelion. Unterstützt wurde dieser Kurs vom Großaktionär Rudolf Maag und anderen Schweizer Investoren. 2015 machten Gerüchte die Runde, dass der britische Pharmakonzernen Shire mit einem Übernahmeversuch gescheitert sei. Im Jahr 2011 wehrte Actelion erfolgreich einen Versuch des Finanzinvestors Elliott ab, die Kontrolle zu übernehmen.

Das Unternehmen mit Sitz in Allschwil nahe Basel ist spezialisiert auf Medikamente zur Behandlung von lebensbedrohlichem Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH). Andere Standbeine sind vorerst nicht absehbar: Bis es Arzneien etwa gegen Multiple Sklerose und Durchfallerkrankung auf den Markt schaffen, können noch Jahre vergehen. Der 61-jährige Kardiologe Clozel, seine Frau Martine, die Forschungschefin von Actelion, und drei weitere Gründer hatten die heute hochprofitable Firma 1997 aus der Taufe gehoben.

„An dieser Stelle und in seinem Alter könnte Herr Clozel geneigt sein, neue Chancen für Actelion zu prüfen“, sagte Alexandre Stucki von AS Investment Management in Genf, der Actelion-Aktien im Wert von mehreren hundert Millionen Franken hält. „Das Timing von J&J ist nicht schlecht.“ Sollte der Konzern aus New Jersey bereit sein, 200 Franken je Aktie oder mehr auf den Tisch zu legen, messe er der Forschungspipeline wohl einigen Wert zu.

„Zum richtigen Preis dürfte sich Actelions Management dann doch mit einem Deal beschäftigen müssen“, erklärte Olivia Capra, Analystin bei Barclays. Andernfalls gäbe es wohl Erklärungsbedarf, warum die Aktionäre dem Unternehmen langfristige zum Unternehmen stehen sollen.

  • rtr
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