Mit dem weltweit drittgrößten Sportkonzern will das Unternehmen nun die kritische Masse erreichen, um den großen Ketten wie Footlocker oder Walmart eine stärkere Anbietermacht entgegenzusetzen. Um den Kauf zu finanzieren, will Adidas in den kommenden Monaten eine Kapitalerhöhung über 640 Millionen Euro platzieren, der Rest soll überwiegend über Schulden gestemmt werden.
Auf dem US-Markt laufen die Geschäfte für die großen Sportartikelhersteller derzeit gut. Adidas hat im dritten Quartal einen Umsatzzuwachs von 17 Prozent gemeldet, Puma konnte um 63 Prozent zulegen.
Das gute US-Geschäft und die Übernahme von Reebok beflügeln derzeit Adidas. Die Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass der Gewinn des fränkischen Sportkonzerns so künftig um bis zu 50 Prozent steigen könnte, falls das Unternehmen die Synergieeffekte geschickt nutze. Derzeit gebe es aber noch keine Zusammenarbeit mit Reebok, unterstrich Stamminger. Erst wenn die EU-Kartellbehörden sowie die Aktionäre von Reebok dem Deal zugestimmt hätten, könne die Integration beginnen.

