Adidas-Konkurrenten machen mit Beschwerdebrief Druck
Olympischer Zwist um die drei Streifen

Ein gutes Jahr vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Turin tobt in der Sportartikel-Industrie ein erbitterter Kampf um das Drei-Streifen-Logo von Adidas-Salomon.

HB MÜNCHEN. Eine Allianz – angeführt von Weltmarktführer Nike – macht beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Front gegen die Deutschen. Die Wettbewerber ärgert, dass Adidas seine drei Streifen bei Olympia wesentlich größer präsentieren darf als die Konkurrenten ihre Logos.

Bei den Olympischen Spielen müssen sich die Unternehmen beim Marketing strengen Regeln beugen. Für ihre Logos auf der Kleidung der Athleten haben sie ganze 20 Quadratzentimeter Platz. Die drei Streifen von Adidas laufen dagegen breit über die ganzen Seiten der Trikots. Der Grund: Sie gelten als Designelement, nicht als Markenzeichen.

Den Konkurrenten von Adidas ist diese Ausnahmeregelung schon lange ein Dorn im Auge. Auslöser des jetzigen Streits sind die vollmundigen Erfolgsmeldungen von Adidas nach den Olympischen Sommerspielen in Athen. „Was die Sichtbarkeit angeht, so waren wir eindeutig die führende Marke“, sagte Adidas-Chef Herbert Hainer in seiner Olympia-Bilanz. „Eine Sauerei“, tobt ein hochrangiger Manager eines Wettbewerbers. „Die Äußerungen des Adidas-Chefs sind vor dem Hintergrund dieser Ausnahmeregel eine Frechheit.“

Deshalb haben sich jetzt Branchenprimus Nike sowie die Industrie-Schwergewichte Puma, Reebok und die Pentland-Gruppe (Speedo, Ellesse) zusammengetan. In einem Beschwerdebrief an den IOC-Präsidenten Jacques Rogge, der dem Handelsblatt vorliegt, fordern sie, dass die Sonderregel für die Herzogenauracher künftig wegfällt.

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