Nach einem Rekordjahr 2007 startete Volkswagen
mit glänzenden Absatzergebnissen ins neue Jahr. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2008 habe der Konzern 10,5 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt seien im Januar und Februar 952 500 Fahrzeuge ausgeliefert worden. Winterkorn bekräftigte zugleich das Ziel, die Produktivität jährlich um zehn Prozent zu steigern.
Der Autobauer will mit Hilfe zahlreicher neuer Modelle Umsatz und Gewinn weiter ankurbeln. "Aufgrund sinkender Kosten, besserer Prozesse und unserer Modelloffensive gehen wir davon aus, dass der Volkswagen -Konzern
2008 die Rekordwerte des Vorjahres bei Auslieferungen, Umsatz und operativem Ergebnis erneut übertreffen wird", kündigte Vorstandschef Winterkorn an. Ein Spaziergang sei dies angesichts der zunehmend schwierigen Weltkonjunktur aber nicht. "Wir bewegen uns in einem Umfeld, in dem uns nichts geschenkt wird."
Kopfzerbrechen bereiten dem VW
-Chef vor allem die hohen Rohstoffpreise, insbesondere der Ölpreis. Auch aufgrund der Finanzkrise ergäben sich Risiken für die Weltwirtschaft. Dank gestiegener liquider Mittel erwarten die Wolfsburger aber für sich infolge der Kreditkrise keinerlei Einschränkungen. Für zusätzliche Wachstumsimpulse sollen die 20 Modelle und Autovarianten sorgen, die der Konzern bis 2010 auf den Markt bringen will. Von diesem Herbst an soll die inzwischen sechste Neuauflage des Bestsellers Golf verkauft werden.
2011 will der Konzern acht Mill. Autos im Jahr verkaufen. Im vergangenen Jahr waren es 6,2 Millionen, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Ergebnis vor Steuern hatte VW
das ursprünglich für 2008 geplante Ziel von 5,1 Mrd. Euro mit 6,5 Mrd. Euro deutlich übertroffen. Der Umsatz nahm um 3,8 Prozent auf 108,9 Mrd. Euro zu. "Für den Volkswagen
Konzern war es das mit Abstand erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte", sagte Winterkorn.
Die 2006 ausgehandelte Tarifvertrag für die sechs inländischen VW
-Werke hat laut Personalvorstand Neumann maßgeblich zum 2007 erzielten Rekordgewinn beigetragen. Neumann bezifferte die durch Arbeitszeitverlängerungen im vergangenen Jahr erzielten Einsparungen auf 500 bis 800 Mill. Euro.
Winterkorn betonte die Chancen nach der Übernahme des schwedischen Lastwagenbauers Scania
durch Volkswagen.
VW
und Scania
würden ihre Marktchancen gemeinsam noch gezielter nutzen. Der VW
-Konzern werde im Geschäft mit schweren Lkw und Bussen in Zukunft ein wichtiges Wort mitreden. Die Beteiligungen an MAN
und Scania
seien hoch profitabel. Für eine Lkw
-Allianz
zwischen VW,
MAN
und Scania
sieht Winterkorn "aktuell" keinen Handlungsbedarf.
Bildergalerie: Rennen der Giganten - wie sich der Nutzfahrzeugmarkt bisher aufteilt

