Affäre
VW ist eine Sorge los

Eine der Schlüsselfiguren in der VW-Affäre, der gefeuerte Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer, ist mit seiner Klage gegen VW gescheitert. Er wollte eine Abfindung erstreiten. Doch das Gericht lehnte ab. Zu offensichtlich waren seine Verfehlungen. Eine Zeitung grub kurz vor der Verhandlung noch eine neue aus.

HB BRAUNSCHWEIG. Das Arbeitsgericht Braunschweig wies eine Kündigungsschutzklage Gebauers gegen Volkswagen ab. Er wollte eine ordentliche Kündigung samt Abfindung für 32 Jahre bei der Volkswagen AG erreichen. Gebauers Anwalt Wolfgang Kubicki kündigte an, in Berufung zu gehen.

VW hatte Gebauer Ende Juni fristlos gekündigt. Das Unternehmen wirft ihm unter anderem vor, Privatreisen auf Firmenkosten abgerechnet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Gebauer wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug. Aber das ist ein anderes Verfahren.

Der 61-jährige Gebauer gilt als eine der Schlüsselfiguren im VW-Skandal um Lustreisen, Schmiergelder und Sexabenteuer für Betriebsräte. Gebauer soll das süße Leben organisiert haben, um die Betriebsräte bei Laune zu halten. Er hingegen sieht sich als Sündenbock in der Affäre, die seit Monaten Europas größten Autobauer erschüttert und sogar den langjährigen Personalvorstand und Kanzlerfreund Peter Hartz den Job gekostet hatte.

Gerächt hat sich Gebauer laut "Wall Street Journal" schon auf seine Weise: Er habe Fotos der Partys an die Bild-Zeitung verkauft. Darauf zu sehen war der ehemaligen Betriebsratschef Klaus Volkert in Begleitung einer leicht bekleideten Schönheit. Anwalt Kubuicki zitiert die Zeitung mit den Worten, sein Klient habe für die Aufnahmen etwa 11 000 Euro erhalten.

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