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08.09.2006 
Streit um Markenrechte

Agfa gegen Agfa

Die Agfa-Photo Holding hat sich im Streit um die weltweit bekannten Marke Agfa-Photo die Nutzungsrechte sichern können. Nach der Insolvenz von Agfa-Photo war zwischen der Agfa-Photo Holding und der belgischen Agfa Gevaert ein Streit über die Markenrechte ausgebrochen, der vor einem Internationalen Schiedsgericht mit einem Sieg für die Holding endete.

HB LEVERKUSEN. Im Streit um die Nutzungsrechte der weltweit bekannten Marke Agfa-Photo hat die nicht von der Insolvenz betroffene Agfa-Photo Holding GmbH einen juristischen Sieg errungen. Ein internationales Schiedsgericht habe der Leverkusener Holding per Einstweiliger Verfügung gestattet, einen Lizenzvertrag mit der Firma Plawa zu schließen, sagte ein Sprecher der Holding am Freitag in Köln. Der neue Lizenznehmer Plawa-Feinwerktechnik im baden-württembergischen Uhingen werde nun Digitalkameras unter dem Markennamen Agfa-Photo verbreiten. Die belgische Agfa Gevaert sei damit im Markenstreit unterlegen.

Dem Schiedsspruch zufolge seien auch weitere Lizenzverträge erlaubt, sagte der Holding-Sprecher. Die Holding sei dazu bereits in Gesprächen mit mehreren Interessenten. Detail-Angaben machte er nicht. Die Leverkusener Fotopionier Agfa-Photo hatte im Mai 2005 Insolvenzantrag gestellt, Ende 2005 waren für den Traditionshersteller - nach dem Verkauf von Einzelbereichen - die Lichter ausgegangen. Die Leverkusener Agfa-Photo Holding GmbH war von der Insolvenz nicht betroffen.

Zwischen der Holding um den Geschäftsmann Hartmut Emans und der belgischen Agfa Gevaert als einstiger Mutter der insolventen Afga-Photo war nach der Insolvenz ein Streit um die Markennutzung entbrannt. Dieser sei nun klar zu Gunsten der Holding entschieden, betonte Sprecher Hartmut Schultz. Offen sei noch eine Klage auf Schadenersatz gegen Gevaert. Die Holding in Leverkusen gehört zu 62 Prozent der Nanno Beteiligungsholding um Hartmut Emans, zu 27 Prozent amerikanischen Finanzinvestoren und zu elf Prozent dem Management der Agfa-Photo Holding.

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