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16.01.2007 

Nun sieht sich auch Agfa-Photo-Insolvenzverwalter Ringstmeier von den Belgiern geprellt. Er hatte, um das Unternehmen am Laufen zu halten, nach dem Insolvenzantrag bis September 2005 weiter Fotopapiere, Filme, Chemikalien und Ersatzteile für Kopiergeräte produzieren lassen. Wert 85 Mill. Euro. Verkauft wurde die Ware vorwiegend über 35 ausländische Vertriebstöchter der ehemaligen Mutter Agfa-Gevaert, die sie an Fotogeschäfte und professionelle Fotografen auslieferte. Die Einnahmen sollten die Gevaert-Gesellschaften an die Leverkusener Agfa-Photo weiterleiten, doch dort kamen lediglich 27 Mill. Euro an.

Anspruch auf die gesamten Einnahmen der Gevaert-Töchter hat Agfa-Photo wohl nicht, wie Ringstmeier einräumt. Agfa-Gevaert habe nur die gezahlten Beträge weiterleiten müssen, während Zahlungsausfälle von Agfa-Photo getragen werden mussten. Doch einen Einblick, wie viel Geld die als Treuhänder beauftragten Vertriebsorganisationen eingenommen haben, gewährte Agfa-Gevaert dem Insolvenzverwalter bislang nicht.


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Deshalb will der Kölner Rechtsanwalt Ringstmeier gerichtlich gegen den belgischen Konzern vorgehen. „Der Gläubigerausschuss hat dazu vor wenigen Tagen grünes Licht gegeben“, sagte er. Weil Agfa-Gevaert sich weigere, die Fälle zu bündeln, müsse man rund um die Welt gegen die 35 Ländergesellschaften vorgehen. Für die Gläubiger bedeute dies einen erheblichen Kostenmehraufwand. Zu ihnen zählen neben Mitarbeitern und Lieferanten vor allem die Bundesagentur für Arbeit und der Pensionssicherungsverein.

Ein Sprecher von Agfa-Gevaert wollte auf Anfrage zu Details keine Stellung nehmen. Dies sei Sache interner Verhandlungen, sagte er.

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