Agrarboom
K+S will die Preise erneut erhöhen

Die Preise beim Salz- und Düngemittelhersteller K+S könnten weiter steigen. Der Grund: der Agrarboom. Wegen der anhaltend hohen Weltmarktpreise für Feldfrüchte düngen Landwirte weltweit wie selten zuvor.
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FrankfurtDer Salz- und Düngemittelhersteller K+S rechnet sich angesichts des Agrarbooms Chancen auf weitere Preiserhöhungen aus. „Wenn die Rahmenbedingungen so blieben, und darauf deutet die Entwicklung der Agrar-Futures hin, bestünde bei begrenzten Kapazitäten durchaus Spielraum für weitere Preiserhöhungen“, sagte Finanzchef Jan Peter Nonnenkamp der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe). „Die Preise für Agrarerzeugnisse sind und bleiben voraussichtlich hoch. Die Fundamentaldaten für unsere Branche sind und bleiben also sehr positiv“, erläuterte Nonnenkamp.

Wegen der anhaltend hohen Weltmarktpreise für Weizen, Mais und andere Feldfrüchte düngen Landwirte weltweit wie selten zuvor. K+S hatte zuletzt seine Kalipreise in Europa, China und Indien erhöht und im zweiten Quartal einen Gewinnsprung verbucht. Der russische Großaktionär EuroChem hat seinen Anteil an dem Konzern aus Kassel nach Nonnenkamps Einschätzung nicht weiter verringert. „Nach unserem Kenntnisstand ist die EuroChem weiterhin mit circa zehn Prozent an K+S beteiligt“, sagte Nonnenkamp. Er habe keine Informationen, dass der Kalikonzern des Geschäftsmanns Andrej Melnitschenko seinen Anteil unter die im Juli gemeldete Höhe von 9,88 Prozent gesenkt habe.

Verhandlungen beider Unternehmen über eine gemeinsame Erschließung eines Kali-Vorkommens am Ural waren vor einiger Zeit gescheitert. Melnitschenkos Firma führt das K+S-Aktienpaket nicht mehr als strategische Beteiligung. Die Kasseler, die bereits BASF als Großaktionär verloren haben, könnten durch den gestiegenen Streubesitz zum Übernahmeziel eines größeren Konkurrenten werden. Einen Verkauf des Stickstoffgeschäfts hielt sich Nonnenkamp offen. „Die K+S Nitrogen verfügt über eine ausgesprochen schlagkräftige Mannschaft und arbeitet profitabel“, sagte er der Zeitung. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch, wir schließen nichts aus und werden sehen, was das Beste für die

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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