Agrarchemiekonzern
Syngenta streicht die Jahresprognose

Den Namen Syngenta kennen wohl nur die wenigsten Deutschen. Dabei haben wir mit den Produkten des Konzerns vermutlich täglich zu tun. Immerhin ist Syngenta der weltgrößte Agrarchemiekonzern. Das Geschäft lief zuletzt allerdings nicht so gut. Die Quartalszahlen lagen deutlich unter den Prognosen.

HB ZÜRICH. Syngenta hat mit seinem Halbjahresergebnis die Analystenerwartungen verfehlt und die Jahresprognose gekippt. Syngenta rechnet im laufenden Jahr lediglich noch mit einem Gewinn je Aktie auf dem Vorjahresniveau, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Bisher war Syngenta von einem Wachstum des Gewinns je Aktie ausgegangen. In den ersten sechs Monaten sank der Reingewinn um neun Prozent auf 1,39 Mrd. Dollar. Der Umsatz verminderte sich ebenfalls um neun Prozent auf 6,66 Mrd. Dollar.

Zwar glichen Preiserhöhungen die tieferen Verkaufserlöse und höhere Rohstoffkosten aus, aber es schlugen negative Währungseffekt zu Buche, so Syngenta. Am stärksten betroffen war der Bereich Pflanzenschutzmittel, wo die Verkaufserlöse im Berichtszeitraum um zehn Prozent auf fünf Mrd. Dollar sanken. Der Umsatz mit Saatgut ging um vier Prozent auf 1,68 Mrd. Dollar zurück.

Analysten hatten mit 1,47 Mrd. Dollar Halbjahresgewinn gerechnet. Der Pflanzenschutzmittel-Umsatz war auf 5,37 Mrd. Dollar und die Saatgut-Verkäufen auf 1,67 Mrd. Dollar geschätzt worden.

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