Industrie
Air-Berlin-Chef rechnet bei Billigfliegern mit steigenden Preisen

Der Chef der größten deutschen Billig-Fluglinie Air Berlin, Joachim Hunold, rechnet bei den Billigfliegern mit steigenden Preisen. Die Einsparmöglichkeiten seien inzwischen ausgereizt, sagte Hunold der Verbraucherzeitschrift "Guter Rat".

dpa-afx BERLIN. Der Chef der größten deutschen Billig-Fluglinie Air Berlin, Joachim Hunold, rechnet bei den Billigfliegern mit steigenden Preisen. Die Einsparmöglichkeiten seien inzwischen ausgereizt, sagte Hunold der Verbraucherzeitschrift "Guter Rat". Angesichts von "aberwitzig hohen Treibstoffpreisen" seien vielmehr Preiserhöhungen zu erwarten. Air Berlin hatte vergangene Woche mit dem erstmaligen Verkauf von Billig-Tickets im Supermarkt für Aufsehen gesorgt. Insgesamt wurden mehr als 80 000 Flugscheine abgesetzt.

Hunold erneuerte zugleich Kritik wegen der Subventionierung von öffentlich-rechtlich geführten deutschen Flughäfen. Auf diese Weise würde ausländischen Billig-Airlines das Geschäft erleichtert und Verkehr erzeugt, den es normalerweise nicht geben würde. "Am Ende zahlt die Zeche der Steuerzahler." Als Beispiele nannte Hunold die Flughäfen Berlin-Schönefeld, Hahn (Rheinland-Pfalz), Weeze (Nordrhein-Westfalen) und Lübeck (Schleswig-Holstein).

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