Air Liquide greift zu
Linde gibt Beteiligung in Japan ab

Der Industriegase-Konzern Linde verkauft seinen 45-Prozent-Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Japan Air Gases an den französischen Konkurrenten Air Liquide.

HB FRANKFURT. Der Industriegasekonzern Linde hat seine Beteiligung damit an den bisherigen Partner in dem Gemeinschaftsunternehmen verkauft. Linde erziele damit umgerechnet 590 Millionen Euro Erlös vor Steuern, abzüglich Schulden und Pensionsverpflichtungen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Die französische Air Liquide hielt mit 55 Prozent bereits die Mehrheit an Japan Air Gases, 45 Prozent lagen bei Linde.

Das Gemeinschaftsunternehmen mit rund 2000 Beschäftigten war 2003 von Air Liquide und dem britischen Industriegasekonzern BOC gegründet worden. Die Neuordnung einiger Gemeinschaftsunternehmen in Asien und im pazifischen Raum war eine Auflage der Europäischen Kommission für die Genehmigung der Übernahme von BOC durch Linde. Für das Geschäftsjahr 2006 erwartet Japan Air Gases umgerechnet rund 930 Millionen Euro Umsatz.

Mit der Übernahme von BOC für zwölf Milliarden Euro hatte Linde Air Liquide auf Platz zwei der Industriegase-Hersteller verdrängt. Es war der größte Zukauf in der 127-jährigen Geschichte des Unternehmens. Vor kurzem schloss Linde den Konzernumbau mit dem Verkauf der Gabelstaplersparte an Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Goldman Sachs Capital Partners ab. Die EU-Kommission hatte am Mittwoch grünes Licht für den Verkauf an die US-Finanzinvestoren gegeben.

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