Air Products: Evonik verhandelt über Milliarden-Deal in den USA

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Evonik verhandelt über Milliarden-Deal in den USA

Evonik verhandelt nach einem Bericht über eine Großübernahme in den USA. Die Sparte von Air Products mit der Herstellung von Sonnencreme und Farbe könnte mit über 3,5 Milliarden Dollar bewertet werden.

New York/DüsseldorfDer Essener Spezialchemiekonzern Evonik könnte einem Insider zufolge bei seiner Suche nach Übernahmezielen fündig geworden sein. Evonik habe Interesse an einer Sparte des US-Konzerns Air Products, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Zuvor hatte ein weiterer Insider gesagt, Air Products erwäge seinerseits einen Verkauf an Evonik, die Transaktion könne einen Wert von mehr als 3,5 Milliarden Dollar haben.

Die zu veräußernde Sparte produziere Chemikalien, die in Sonnencremes und Farben zum Einsatz kämen. Dem „Wall Street Journal“ zufolge, das am Mittwoch zuerst über das Vorhaben berichtet hatte, könnte eine Vereinbarung zwischen den beiden Konzernen in den nächsten Wochen getroffen werden. . Eine Evonik-Sprecherin wollte die Aussagen nicht kommentieren. Evonik-Aktien legten am Morgen deutlich zu und notierten mit einem Plus von 2,72 Prozent bei 27,37 Euro.

Evonik-Chef Klaus Engel hatte in der Vergangenheit immer wieder eine aktive Rolle des Konzerns bei der Konsolidierung der Branche und größere Übernahmen angekündigt. Das Unternehmen hat prall gefüllte Kassen. Zukäufe hat Engel aber bislang nicht präsentieren können, obwohl Evonik Branchenkreisen zufolge in der Vergangenheit unter anderem die Konkurrenten DSM und Clariant ins Visier genommen hatte.

Anfang März sagte Engel, es könnten sich in nächster Zukunft neue Möglichkeiten für Zukäufe ergeben. Die Manager des Konzerns arbeiten eine Liste mit möglichen Übernahmezielen ab, hatten Insider berichtet. In Asien setzt der Konzern vor allem auf organisches Wachstum, Zukäufe in Nordamerika könnten Evonik breiter aufstellen.

Die Chemiebranche ist derzeit in Bewegung. In den USA schmieden Dow Chemical und Dupont einen neuen Branchengiganten. Zudem will sich der Staatskonzern Chem-China den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta für 43 Milliarden Dollar einverleiben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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