Airbus

Auslieferung von A350 kurzfristig verschoben

Rückschlag für Airbus: Der Konzern muss die Auslieferung seines neuen Langstreckenfliegers auf unbestimmte Zeit verschieben. Der Grund dafür ist noch unbekannt. Qatar Airways sollte den A350 am Samstag erhalten.
Update: 10.12.2014 - 14:57 Uhr 1 Kommentar
Stehen geblieben: der A350 wird vorerst nicht ausgeliefert. Quelle: dpa

Stehen geblieben: der A350 wird vorerst nicht ausgeliefert.

(Foto: dpa)

ParisDie für Samstag vorgesehene Auslieferung des ersten neuen Langstreckenflugzeugs A350 von Airbus an Qatar Airways ist bis auf weiteres verschoben worden. Das teilte eine Sprecherin der arabischen Airline mit, ohne Gründe für die Verschiebung zu nennen, wie die Nachrichtenagentur Afp am Mittwoch berichtete.

„Wir arbeiten sehr eng mit Qatar Airways zusammen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen, ihren ersten A350 XWB sehr bald auszuliefern“, erklärte der europäische Flugzeugbauer auf Anfrage in Toulouse ohne nähere Angaben. Die Papiere von Airbus verloren in Paris bis zum Nachmittag knapp zwei Prozent.

Airbus habe den Termin aber grundsätzlich einhalten können, hieß es. Es ist nicht das erste Mal, dass der Flugzeugbauer Probleme mit der Auslieferung eines neuen Fliegers hat. Auch in diesem Jahr verzögerte sich die Auslieferung des A380 an Qatar, nachdem Akbar Al Baker gesagt hatte, die Maschine entspreche nicht seinen Anforderungen. Der Qatar-Chef ist bekannt für seine öffentliche Kritik an den Spitzenmanagern von Airbus und Boeing.

Die nun ausgesetzte Übergabe sollte der Start für die weltweite Auslieferung des neuen Hoffnungsträgers von Airbus werden, der in Konkurrenz zu Boeings Dreamliner-Jet 787 steht. In dem A350-900 genannten jüngsten Airbus-Zuwachs können bis zu 315 Passagiere über eine Distanz von 14.500 Kilometern reisen. Eine längere Version des Flugzeugs, der A350-1000 mit Platz für 369 Passagiere, soll 2017 in Dienst gestellt werden.

Airbus und der US-Rivale Boeing versprechen sich von den neuen Maschinen deutliche Einsparungen von bis zu 25 Prozent Treibstoff. Ende November lagen Airbus bereits Bestellungen für 778 Exemplare des neuen Flugzeuges vor. Zuletzt hatte der A350 auch in den USA die Sicherheitszulassung erhalten.

Das sind die Verkaufsschlager von Airbus
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Platz 12 - A330-200F - 26 ausgelieferte Flugzeuge

Das am wenigsten verkaufte Flugzeug von Airbus ist die Frachtversion der A330-200. Am 5. November 2009 erfolgte der Erstflug vom Flughafen Toulouse-Blagnac aus (Foto). Der neue Frachter hat eine etwas höhere Nutzlast als das bisherige A300-Frachtmodell sowie eine größere Reichweite. Bei den Passagierversionen der A330 ist der Kabinenboden beim Aufenthalt am Boden leicht abschüssig, da das Bugfahrwerk etwas kürzer als das Hauptfahrwerk ist. In der Frachtversion ist das Fahrwerk leicht versetzt, damit der Boden eben ist. Anders als in der Passagierversion wurde die Technologie der A380 verbaut. Im Juli 2010 wurde der erste Airbus A330-200F im Rahmen der Farnborough International Airshow an Etihad Crystal Cargo ausgeliefert. Kostenpunkt für den Flieger: 224,8 Millionen Dollar laut Airbus-Preisliste.

Stand: Ende Mai 2014, Quelle: Airbus, Statista

A318
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Platz 11 - A318 - 79 ausgelieferte Flugzeuge

Die A318 fasst in der normalen Ausstattung rund 107 Passagiere und ist die kleinste Version des A320. Kurz nach dem Erstflug am 15. Januar 2002 sorgten Probleme mit den Triebwerken für Negativschlagzeilen, einige Bestellungen wurden storniert. Daraufhin wurde die Technik überarbeitet. Ein Airbus A318 kostet laut Liste 71,9 Millionen Dollar. Da leichtere Konkurrenz insbesondere des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer deutlich wirtschaftlicher ist, fallen die Verkaufszahlen des kleinen Airbus-Jets relativ gering aus. Der sogenannte „Baby-Bus“ wird von Air France, Avianca und British Airways eingesetzt.

Thai traditional dancers perform in front of a new A340-500 during a ceremony at Bangkok International Airport
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Platz 10 - A340-500/600 - 131 ausgelieferte Flugzeuge

Die Ultralangstreckenversion des A340 wurde unter anderem auf dem längsten Linienflug der Welt eingesetzt. Den 16.668-Kilometer-Flug zwischen Singapur und New York hat Singapore Airlines allerdings eingestellt. Damit das Flugzeug genug Treibstoff für diese Reichweite hat, ist im Rumpf ein zusätzlicher Tank eingebaut. Bester Abnehmer der Modells ist Emirates.

huGO-BildID: 33852277 Ruler of Dubai Sheikh Mohammed Bin Rashid al-Maktoum (L) walks past an Emirates Airline's Airbus A380 as he attends the op
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Platz 9 - A380 - 132 ausgelieferte Flugzeuge

Das größte Modell der zivilen Luftfahrt machte immer wieder mit Haarrissen in den Tragflächen negative Schlagzeilen. Auch in der Entwicklungsphase musste Airbus immer wieder Rückschläge hinnehmen. Der Riesenflieger ist noch dazu nicht gerade ein Verkaufsschlager. Größter Kunde ist die arabische Airline Emirats (hier links im Bild: Dubais Herrscher Scheich Al Maktum). Der Listenpreis liegt derzeit bei 414,4 Millionen Dollar pro Maschine, allerdings können die meisten Fluggesellschaften mit deutlichen Rabatten rechnen.

Fraport Hauptversammlung
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Platz 8 - A340-200/300 - 246 ausgelieferte Flugzeuge

Die A340-200 ist rund fünf Meter kürzer als die Grundversion und wird vor allem auf Langstrecken eingesetzt. Entwickelt wurde das Modell ab 1987, im Jahr 1993 nahm die erste Maschine bei der Lufthansa ihren Dienst auf. Bis heute gehört die deutsche Airline zu den wichtigsten Nachfragern der A340-200. Durch sein leichtes Gewicht hat der Flieger eine Reichweite von durchschnittlich 14.000 Kilometern. 1994 stellte eine Maschine sogar einen Reichweitenrekord für vierstrahlige Passagiermaschinen auf und flog bei einem Testflug von Paris nach Auckland 19.000 Kilometer weit. Doch wegen der hohen Betriebskosten blieb die Nachfrage gering.

Beginn der 13. Deutsch-Russische Regierungskonsultationen
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Platz 7 - A310 - 255 ausgelieferte Flugzeuge

Die zweistrahlige Maschine wurde nur bis 2007 verkauft. Als Weiterentwicklung der A300 ist sie besonders beliebt als Regierungsflugzeug. Neben deutschen Ministern fliegen auch Regierungsmitglieder aus Thailand, Frankreich, Kanada, Pakistan und Spanien mit der Airbus-Maschine. Als Frachtmaschine für Fedex fliegen derzeit 30 Maschinen dieses Typs, als Passagiermaschine war die A310 unter anderem bei Singapore Airlines und der Lufthansa im Einsatz.

An Airbus A330-300 aircraft of Taiwan's Eva Airlines is seen with Hello Kitty motifs in Taoyuan International Airport, northern Taiwan
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Platz 6 - A330-300 - 525 ausgelieferte Flugzeuge

Das Langstreckenflugzeug ist bei den Kunden weiterhin gefragt. Rund 300 Passagiere können in der Großraummaschine transportiert werden, der aktuelle Listenpreis beträgt rund 246 Millionen Euro. Wichtigster Abnehmer ist die chinesischer Airline Cathay Pacific. Hier im Bild: Ein Flieger der taiwanischen Eva Airlines im „Hello Kitty“-Design.

  • dpa
  • rtr
  • Bloomberg
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1 Kommentar zu "Airbus: Auslieferung von A350 kurzfristig verschoben"

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  • Wieder Airbus! Wieder deutsche Manager! Wieder sind Deutsche nicht gewillt Qualität, Kosten usw. einzuhalten und zu liefern. Und wieder zahlen unsere Politiker von Steuergelder die unerhörten, verbrecherischen Kostenerhöhungen. Wieso zahlen unsere Politiker für Totalversagen bzw. Betrügereinen Steuergelder. Wann kommt endlich das Gesetz, das dies die Politiker zahlen müssen???? Verhindert Frau Merkel dies vorsätzlich???

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