Airbus, Dassault und Alenia Aermacchi Euro-Drohne hat noch viele Hürden zu überwinden

Die Rüstungsfirmen Airbus, Dassault und Alenia Aermacchi wollen eine europäische Drohne bauen. Deutschland, Frankreich und Italien zögern noch. Eine auf zwei Jahre angelegte Studie soll als Entscheidungsgrundlage dienen.
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Wie Drohnen die Wirtschaft verändern
Landwirtschaft in Niedersachsen
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Drohnen in der Landwirtschaft

Aktuell wird vor allem in den USA intensiv über den Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft diskutiert. Luft- oder Satellitenaufnahmen des Pflanzenbestandes zu machen, war bisher teuer. Mit dem Einsatz einer Drohne könnten die Landwirte viel Geld sparen. Denn statt einer ganzen Mannschaft bedürfte es nur einer Person, die die Drohne in die Luft bringt und sie am Ende wieder einsammelt. Per Wärmebildkamera ließen sich kranke Pflanzen im Bestand frühzeitig erkennen. Das Unternehmen "Precision Hawk" bietet derartige Datensammlungen aus der Luft bereits an.

Deutsche Post testet Paket-Drohne
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Medikamente per DHL Paketkopter

Die Deutsche Post DHL hat erstmals einen Drohnen-Einsatz für die Paketzustellung getestet. Bei dem Probelauf brachte ein „DHL-Paketkopter“ am Montag ein Paket von einer Apotheke in Bonn zur Konzernzentrale auf der anderen Rheinseite. Konkrete Pläne, das unbemannte Kleinfluggerät im regulären Zustellbetrieb einzusetzen, hat die Post noch nicht. „Wir stehen erst ganz am Anfang des Forschungsprojekts“, sagte Post-Manager Ole Nordhoff. Erst vor wenigen Tagen hatte der weltgrößte Online-Händler Amazon angekündigt, künftig Päckchen auch mit Mini-Drohnen zustellen zu wollen. Auch der US-Paketdienst UPS denkt nach eigenen Angaben über den Einsatz von solchen Transportkoptern nach.

"Tatort"
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Luftaufnahmen ohne viel Aufwand

Ob beim „Tatort“, „Alarm für Cobra 11“ oder Michael „Bully“ Herbigs neuem Kinofilm „Buddy“: Drohnen kommen zunehmend für Filmaufnahmen zum Einsatz. Wo früher Kräne klobige Filmkameras über den Drehort schwenkten oder Filmteams einen Hubschrauber besteigen mussten, machen heute zunehmend Kamera-Drohnen hochauflösende Aufnahmen aus der Luft.

huGO-BildID: 34093376 This undated image provided by Amazon.com shows the so-called Prime Air unmanned aircraft project that Amazon is working on in
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Schnelle Lieferung mit „Amazon Prime Air“

Wer seine Bestellung beim Online-Shop Amazon besonders dringend haben will, soll sie innerhalb der nächsten fünf Jahre über eine Drohne erhalten können.  In einem Unternehmensfilm zeigte Amazon Anfang  Dezember, wie der Schnelllieferdienst „Amazon Prime Air“ funktionieren soll.  Dabei sollen Kunden nur 30 Minuten auf ihre Bestellung warten müssen. Der Service sei betriebsbereit, heißt es aus dem Unternehmen. Es fehle noch die Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration.

Drohneneinsatz
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Künstliche DNA an Stromleitungen anbringen

Immer wieder fallen Stromleitungen Kupferdieben zum Opfer. Im Kampf gegen Kupferdiebe setzt die Deutsche Telekom zunehmend auf künstliche DNA, um die Kabel zu markieren. Das soll sie unverkäuflich machen. Für die Markierung setzt die Telekom Drohnen ein, wie dieses Foto  vom Juni in Berlin zeigt.

huGO-BildID: 33097183 FILE - This Jan. 8, 2009 file photo provided by the Mesa County, Colo., Sheriff's Department shows a small Draganflyer X6
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Den Transport in Afrika verbessern

Der Packesel soll fliegen lernen, finden die Forscher von Afrotech. Die Forschungseinrichtung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne will den in Afrika weit verbreiteten Esel als Transportmittel durch Drohnen ersetzen. So wollen die Schweizer den Wohlstand in Afrika ankurbeln, dessen Verbreitung bisher auch am beschwerlichen Transport scheitert . Denn ein Bauer, der seine Ernte verkaufen will, und kein Auto besitzt, kommt in den Weiten des Kontinents nicht weit. Mit „The Flying Donkey Challenge“ haben die Schweizer einen Wettbewerb gestartet, in dem Tüftler eine Drohne entwickeln sollen, die bis zu 60 Kilogramm über lange Strecken befördern kann. Ein ähnliches Projekt ist Matternet, das ebenfalls Entwicklungsländer mit Drohnen versorgen will.

Domicopter
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Wie Drohnen die Pizzaboten ersetzen

Eine düstere Zukunft für Pizzaboten: Pizzen, Döner, Tacos und Burritos – all diese Speisen könnten künftig Drohnen ausliefern. Im Juni hat die Schnellrestaurantkette Domino’s Pizza in Großbritannien ihren ersten Drohnen-Testflug mit einer Pizza absolviert. Im März 2012 kündigten die Macher von „TacoCopter“ an, in den USA einen Lieferdienst für Tacos starten zu wollen. Dahinter steckt jedoch vermutlich ein PR-Gag. Konkreter ist die  Tüftler-Gruppe „Darwin Aeropsace“, die im Dezember 2012 Pläne für einen sogenannten „Burrito Bomber“ veröffentlicht hat. Wie die Burrito-Lieferung per Drohne funktionieren soll, ist öffentlich einsehbar, sodass jeder seinen eigenen „Burrito Bomber“ bauen kann. Im August 2012 haben sich Unternehmer, Ingenieure und Designer in Freiburg zusammen getan, um den sogenannten „DönerCopter“ auf die Beine zu stellen, der unbemannt Kebap ausliefern soll.

BerlinDeutschland, Frankreich und Italien wollen nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Montag den ersten konkreten Schritt zur Entwicklung einer europäischen Drohne unternehmen. Die drei Länder wollten am Rande des Verteidigungsministertreffens in Brüssel eine Absichtserklärung für eine Definitionsstudie unterzeichnen, hieß es am Dienstag nach einer Unterrichtung der Obleute des Verteidigungsausschusses im Bundestag.

Die Studie sei auf zwei Jahre angelegt und als Entscheidungsgrundlage gedacht. Sie solle klären, welche technischen Anforderungen an das unbemannte Fluggerät gestellt würden und wie sich seine Entwicklung auch mit Blick auf Zulassungsfragen realisieren lasse. Die Grundlage bilde ein Angebot der Firmen Airbus, Dassault und Alenia Aermacchi.

Auf Basis der Studie solle dann die Entscheidung über Entwicklung und Bau der Drohne fallen, hieß es. Ihre Entwicklung würde voraussichtlich etwa sieben Jahre dauern, die ersten Drohnen könnten 2025 ausgeliefert werden. Später solle das Projekt auch anderen Interessenten wie Spanien und Polen offenstehen.

Europa steigt damit in die Entwicklung größerer Drohnen ein, nachdem es in der Vergangenheit hier von den USA und Israel abhängig war. Die europäische Drohne soll nicht nur zu Aufklärungszwecken eingesetzt werden, sondern auch Waffen tragen können.

  • rtr
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3 Kommentare zu "Airbus, Dassault und Alenia Aermacchi: Euro-Drohne hat noch viele Hürden zu überwinden"

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  • Und wenn das hier nicht eine reine Feigenblattveranstaltung sein soll, dann sollen die Länder die Studie am Besten über die European Defence Agency ausschreiben! Meinetwegen auch nur die beteiligten Länder in einem offenen Prozess. Alles andere wieder reine Korruption! Es gibt europäische Richtlinien, die nur angewendet werden, wenn man den deutschen Mittelständlern damit schaden kann. Die dicken Fische gehen aber an die Konzerne mit den Parteispenden!!!

    Bitte liebe Wirtschaftspresse ... fordert die EU, damit es nach europäischem Recht eine Ausschreibung gibt!

  • "Made in Germany" und deutsche Hochtechnologie, hat der US-Imperialist vortrefflich unterwandert. Alles das, was etwas taugt, wird durch die installierte Gutmenschen-Politiker im Vorfeld faktisch demontiert und die deutschen Forscher Kapazitäten ins (USA) Ausland vergrämt.

    Was uns verbleibt, sind Flug-"Neuentwicklungen", die doch tatsächlich im deutschen Flugraum nicht verwendet werden dürfen!

    Prost, deutsche Spitzentechnologie!

  • Bekanntermaßen muß das dann wieder eine eierlegende Wollmilchsau werden. Siehe Eurofighter, A400M, G36, usw. Die veranschlagten Kosten für Entwicklung und Produktion werden letztendlich um ein Vielfaches überzogen. Und ist, das Kind endlich geboren, ist die Technik schon veraltet. Schade um das viele Geld!

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