Airbus Franzose kommt Flugzeugbauer bei Kanalüberquerung zuvor

Verschiedene Hersteller sorgen aktuell für Schlagzeilen mit elektrischen Flugzeugen. Airbus wollte mit der Erstüberquerung des Ärmelkanals in einem E-Flieger für ein Novum sorgen. Doch ein Franzose kam dem Konzern zuvor.
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„Es ist der Beweis, dass die Technologie funktioniert“

CalaisDer französische Pilot Hugues Duval ist dem Flugzeugbauer Airbus bei der Erstüberquerung des Ärmelkanals mit einem Elektroflugzeug zuvorgekommen. Der Aero-Club Frankreich gratulierte dem Piloten der Air France am Freitag zu dessen 17 Minuten dauernden Flug von Calais nach Dover. Ohne Landung in Großbritannien steuerte Duval den Kleinflieger namens „Cricri“ (Grille) am Donnerstagabend umgehend zurück nach Saint Inglevert bei Calais.

Der Flieger „E-Fan“ von Airbus legte die 74 Kilometer vom britischen Lydd nach Calais am Freitag in 35 Minuten zurück, wie der Flugzeugbauer berichtete. Airbus will den Zweisitzer zum Pilotentraining auf den Markt bringen und plant bis 2019 auch eine viersitzige Version.

Im Juli 1909 hatten die Franzosen Hubert Latham und Louis Blériot in unterschiedlichen Varianten erstmals den Ärmelkanal überflogen.

Die Rekordreise ohne Treibstoff
Solar Impulse 2
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Seine Tragflächen sind so groß wie die einer Airbus A380-Maschine, es wiegt aber nur knapp zweieinhalb Tonnen: Das Solarflugzeug „Solar Impulse 2“. Von März bis August 2015 findet eine Weltumrundung in mehreren Etappen mit der Maschine statt. Die Reise begann am 9. März im Golfemirat Abu Dhabi.

André Boschberg, Bertrand Piccard
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Mit der Erdumrundung wollen die beiden Piloten Bertrand Piccard (r.) und André Borschberg für einen stärkeren Einsatz von Sonnenenergie werben. Ziel ist es, nach der Erprobungsphase umweltschonende Motorflugzeuge ohne Verbrauch von Brennstoff zu bauen. Die Reise um die Welt ist das Ergebnis von zwölf Jahren Forschung.

Etappe 1: Abu Dhabi (VAE) - Maskat (Oman)
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Von Abu Dhabi nahm Solar Impulse 2 Kurs auf Maskat im Oman. Für die rund 430 Kilometer benötigte das Solarflugzeug 13 Stunden und zwei Minuten. Doch Piccard und Borschberg haben noch einen weiten weg vor sich: Die insgesamt 35.000 Kilometer ihrer Weltreise wollen sie an 25 Flugtagen zurücklegen. Auf den Etappen wechseln sich die zwei Piloten ab. Insgesamt werden die beiden von 130 Mitarbeitern unterwegs sowie in der Kontrollzentrale in Monaco unterstützt.

„Menschliche Herausforderung“
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Angetrieben wird das nur 2,5 Tonnen schwere Flugzeug aus Karbonfasern von 17.000 Solarzellen auf den 72 Meter langen Flügeln. „Solar Impulse 2“ fliegt allerdings lediglich mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 100 Stundenkilometern auf einer Höhe von maximal 8.500 Metern. Die Reise sei vor allem eine „menschliche Herausforderung“, sagt Borschberg.

Etappe 2: Maskat (Oman) - Ahmedabad (Indien)
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Von Maskat aus flog die Solar Impulse 2 am 10. März nach Indien – in 15 Stunden und 20 Minuten. Die Strecke mit einer Länge von 1465 Kilometern flog Bertrand Piccard. Die beiden Piloten müssen bei normalen Etappen um die 20 Stunden im nicht druckbelüfteten und nicht beheizten Cockpit ausharren.

Etappe 3: Ahmedabad (Indien) - Varanasi (Indien)
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Acht Tage später, am 18. März, flog das Solarflugzeug in etwa 16 Stunden die 1070 Kilometer lange Strecke nach Varanasi in Indien. Der Start hatte sich wegen zahlreicher Zoll- und Abfertigungsproblemen um mehrere Stunden verzögert. Nach neun Stunden Zwischenhalt hat das „Solar-Impulse-2“-Team die Maschine wieder in den Himmel steigen lassen.

Etappe 4: Varanasi (Indien) - Mandalay (Myanmar)
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Die nächste Etappe führte das Solarflugzeug am 19. März nach Mandalay in Myanmar. Während des 14-Stunden-Fluges lag die maximale Flughöhe bei 8230 Metern. Mit Hilfe von Sonnenenergie und leistungsfähigen Batterien kann sie bis zu fünf Tage und Nächte in der Luft bleiben.

Verschiedene Hersteller sorgen aktuell für Schlagzeilen mit elektrischen Flugzeugen. Der Solarflieger „Solar Impulse 2“ ist derzeit auf einer Tour um die Welt. Mit „e-Genius“ des Instituts für Flugzeugbau in Stuttgart überflog vor wenigen Tagen erstmals ein batteriegetriebenes Elektroflugzeug die Alpen. Zwischen Stuttgart und Norditalien legte der Zweisitzer in gut zwei Stunden rund 320 Kilometer zurück.

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  • dpa
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