Airbus ist Gewinnbringer
EADS schwingt sich in neue Höhen auf

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat ein excellentes Jahr 2005 hinter sich. Bei Gewinn und Umsatz stehen Rekordwerte. Selbst die eigenen, ehrgeizigen Ziele hat die Airbus-Mutter merklich übertroffen. Ein Ende des Booms scheint nicht in Sicht.

HB PARIS. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Firmenwertabschreibungen kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 2,85 Mrd. Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Paris mitteilte. Unterm Strich legte der Gewinn sogar um 39 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro zu. Ergebnisstütze sei vor allem die Tochter Airbus gewesen, aber auch die anhaltend hohen Umsätze und Gewinne im Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft hätten für den Zuwachs gesorgt, hieß es vom Unternehmen.

Der Umsatz des europäischen Konzerns stieg um 8 Prozent auf 34,2 Mrd. Euro. Damit übertraf EADS alle angekündigten Ziele. Noch im Januar hatte EADS ein Ebit in Höhe von lediglich 2,75 Mrd. Euro und einen Umsatzanstieg auf nur 33 Mrd. Euro prognostiziert. Dank des Aufschwungs in der zivilen Luftfahrt war der Auftragseingang mit 92,6 Mrd. Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

„Die EADS hat ihr bislang bestes Ergebnis erzielt, und daran sollen auch die Aktionäre wesentlichen Anteil haben“, sagte Finanzchef Hans Peter Ring. Das Unternehmen kündigte eine Dividendenerhöhung von 0,50 auf 0,65 Euro je Aktie an.

Der Boom in der zivilen Luftfahrt stimmt EADS auch für 2006 zuversichtlich. „Wir sind überzeugt, dass unser überragender Auftragsbestand und die starke Kundennachfrage zu anhaltend hohen Auslieferungszahlen bei Airbus führen werden“, erklärten die beiden EADS-Chefs Thomas Enders und Noel Forgeard. Ende 2005 lagen Aufträge über 253,2 Mrd. Euro vor; ein Jahr zuvor waren es erst 184,3 Mrd. Euro. Die Rentabilität des Konzerns werde weiter gesteigert und die Expansion in den Wachstumsmärkten vorangetrieben.

2006 will der europäische Konzern den Umsatz auf über 37 Mrd. Euro und das Ebit auf 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro steigern. Neben dem Rüstungsgeschäft soll vor allem die Flugzeugtochter Airbus den nötigen Schub liefern. Die Zahl der Auslieferungen soll um mindestens 10 Prozent steigen. Als Risikofaktoren nannten Forgeard und Enders den schwachen Dollar und den härter werdenden Wettbewerb in der zivilen Luftfahrt.

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