Airbus-Jet Explosionsgefahr bei der A350

Dringende Sicherheitswarnung für die A350 von Airbus: Die europäische Flugsicherheitsbehörde sieht Explosionsgefahr durch Versagen einer Hydraulikpumpe an Bord. Nun soll ein Softwareupdate Abhilfe schaffen.
Update: 24.08.2017 - 11:05 Uhr 4 Kommentare
Hersteller Airbus will das Problem mit einem Softwareupdate beheben. Quelle: dpa
Lufthansa A350-941

Hersteller Airbus will das Problem mit einem Softwareupdate beheben.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie europäische Flugsicherheitsbehörde Easa hat wegen Explosionsgefahr eine Nachbesserung des Langstreckenflugzeugs Airbus A350 angeordnet. Bei Maschinen der bisher einzigen ausgelieferten Unterbauart A350-900 könne das Versagen einer Hydraulikpumpe zu einer Entzündung des Kraftstoff-Luftgemischs im Treibstofftank führen, erklärte die Easa am Donnerstag.

Der Hersteller Airbus teilte mit, die Schwachstelle könne mit einem Softwareupdate behoben werden. Man habe die betroffenen Fluggesellschaften informiert. Airbus prüfe, ob weitere Maßnahmen nötig seien. Die Airbus-Aktie notierte am Vormittag kaum verändert.

Solche Sicherheitswarnungen der Behörden sind bei neuen Flugzeugmodellen nicht ungewöhnlich. Im Dauereinsatz zeigen sich häufig noch Mängel, die bei der Entwicklung und trotz intensiver Testreihen nicht gefunden wurden. Allerdings ist die aktuelle Warnung der Easa schon auffällig. Es ist nämlich die höchste Sicherheitsstufe, die die Behörde aussprechen kann.

Die Ursache des Problems ist allerdings heikel, denn die Fehlerquelle, eine Hydraulikpumpe, liegt im Tank des Flugzeugs. Die Pumpe selbst und damit die durch sie fließende Hydraulikflüssigkeit können überhitzen. Bis dahin ist das Problem kontrollierbar. Denn die Tanks besitzen ein ausgeklügeltes System, das das explosionsfähige Gemisch reguliert. Dadurch wird die Explosionsgefahr so weit wie möglich unter Kontrolle gehalten. Die Easa warnt aber, dass schon ein Fehler in diesem System ausreiche, um aus der Kombination von Hitze und Treibstoff eine hochexplosive Gefahr zu machen.

Airbus hat nach eigener Aussage alle Kunden informiert. Eine erste Maßnahme ist ein Softwareupdate, das die Überhitzungsgefahr reduziert. Die Lufthansa etwa hat dieses Update bei ihren vier A350 bereits aufgespielt. Gleichzeitig hat Airbus eine Anweisung herausgegeben, dass ein Flugzeug bei einer Fehlermeldung im Hydrauliksystem nicht abheben darf.

Die Rivalen auf der Langstrecke
Airbus A350-1000
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Die europäische Antwort auf den „Dreamliner“ und die 777-Familie von Boeing ist der Airbus A350-1000. Das neue Modell kann rund 400 Passagiere mit zwei Triebwerken fast 14.000 Kilometer transportieren. Die Auftragsbücher des deutsch-französischen Konsortiums sind voll.

Airbus A350-1000
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Der Airbus A350-1000 bei letzten Tests am Boden in Toulouse: Stimmen Wetter und Wind, soll die Maschine am Donnerstag um 10.30 Uhr zum ersten Mal starten. Aus Sicherheitsgründen geht der Erstflug nach Norden – weg von der Innenstadt.

Airbus A350-1000
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Mit einem Großauftrag über 31 Maschinen vom Typ A350-1000 von Japan Airlines gelang Airbus 2014 der Durchbruch. Sonst hatten japanische Fluggesellschaften traditionell bei Boeing bestellt.

Boeing 787
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Ein Rumpf aus Kohlefaser und zwei Spartriebwerke. Mit dem seit 2011 ausgelieferten „Dreamliner“ hat Boeing Maßstäbe gesetzt. Mit rund 300 Sitzplätzen bleibt die Boeing 787 zwar weit hinter den Kapazitäten der Jumbojets, fliegt dafür aber im Vergleich deutlich günstiger.

Boeing 787
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Jahrelange Verzögerungen und technische Probleme können den Erfolg der Maschine nicht stoppen. Knapp 500 Flieger sind ausgeliefert, Bestellungen für weitere 1.200 Maschinen liegen vor.

Boeing 747
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Mit dem „Jumbojet“ Boeing 747 begann 1969 die Ära der erschwinglichen Fernreisen. Boeing hat den Klassiker seitdem mehr als 1.500 Mal verkauft. Die größten Betreiber sind British Airways und Lufthansa, die mit der 747/8 die jüngste Version fliegt. Dennoch gehen die Bestellungen zurück, die 747 ist ein Auslaufmodell.

Boeing 747-400
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Ältere Jumbomodelle vom Typ 747-400 werden zunehmend ausgemustert. Die Oldtimer der Lüfte lassen sich an den nach oben geknickten Flügelenden erkennen.

Vor wenigen Wochen hatte die Easa bereits eine sogenannte Lufttüchtigkeitsanweisung für die A350 herausgegeben. So muss das elektrische System regelmäßig neu gestartet werden, um zu verhindern, dass es sich aufhängt.

Airbus hat seit der Erstauslieferung der A350 im Jahr 2014 mehr als 100 Maschinen dieses Typs ausgeliefert. Der Langstreckenjet wird unter anderem auch bei den asiatischen Fluggesellschaften Singapore Airlines, Cathay Pacific und Qatar Airways eingesetzt. Airlines setzen derzeit bei ihren Langstreckenflotten gern auf normalgroße Großraumjets wie den Airbus A350 und Boeings 787 „Dreamliner“, die sich auf einer Vielzahl von Routen rentabel einsetzen lassen.

  • jkn
  • rtr
  • dpa
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4 Kommentare zu "Airbus-Jet: Explosionsgefahr bei der A350"

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  • Herr Dennis Pansegrau24.08.2017, 11:03 Uhr
    Ich finde es klasse, was sich heutzutage alles durch ein Software-Update beheben lässt. Vielleicht kann ja mal jemand bei Air Berlin und dem Berliner Flughafen ein Software-Update installieren?

    ..............................

    In CHINA wird einen bei weitem viel grösseren Flughafen als der Berliner BER-Flughafen gebaut mit Erfolg und man erkennt wie selbst Deutschland hierbei ein schlechtes Management hat !!!

    BRAUCHT BER-FLUGHAFEN vielleicht einen Manager aus CHINA ???

    ALLE BISHERIGEN EUROPÄER HABEN BEIM BER-FLUGHAFEN KASSIERT UND VERSAGT !!!

  • Ein Triumph für den Konkurrenten BOEING in dem USA !!!

    So sieht die Entwicklungen der Europäische Union aus die den Aufschwung im Europäischen Kontinent bringen sollen ???

    EUROPA ist Unterentwickelt und bezahlt aber Möchte gerne Manager HORROR-Gehälter in zu hoher Summen plus unberechtigte BONI dazu !!!

  • Ich finde es klasse, was sich heutzutage alles durch ein Software-Update beheben lässt. Vielleicht kann ja mal jemand bei Air Berlin und dem Berliner Flughafen ein Software-Update installieren?

  • Es ist noch nicht zu einer Katastrophe gekommen und es wird gewarnt und korrigiert! Das ist toll. Bei Boeing müssen erst Batterien explodieren während eines Fluges, erst dann passiert etwas....

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