Airbus noch nicht aus dem Rennen
Aeroflot-Großaktionär bestellt 22 Boeing-Dreamliner

Ein Großaktionär der russischen Fluggesellschaft Aeroflothat eine Vereinbarung über den Kauf von 22 Boeing-Langstreckenflugzeugen unterschrieben und damit nach eigenen Angaben den Verfall der Option verhindert. Airbus ist jedoch noch nicht ganz aus dem Rennen.

HB MOSKAU. Der Parlamentarier Alexander Lebedew, der über seine National Reserve Corporation (NRC) 30 Prozent an Aeroflot hält, teilte am Dienstag mit, er habe die Vereinbarung unterzeichnet, um die Flugzeuge zu reservieren. Wenn der Vertrag mit Boeing geplatzt wäre, hätte dies ungeheure Verluste für Aeroflot zur Folge gehabt. Dies habe er verhindern wollen, sagte Lebedew. Die Maschinen sollen ab 2010 geliefert werden.

Aeroflot sei nicht über die Vereinbarung informiert worden, sagte ein Sprecher. Ob Vertragsstrafen fällig werden, wenn sich Aeroflot für Airbus-Maschinen entscheidet, ist Reuters-Informationen zufolge offen. Die Fluggesellschaft hatte erst vor wenigen Tagen die Entscheidung über die Bestellung von 22 Langstrecken-Flugzeugen im Wert von drei Mrd. Dollar (etwa 2,4 Mrd. Euro) verschoben. Um die Bestellung konkurrieren Boeing und die EADS-Tochter Airbus. In Frage kommen das Boeing-Modell 787 Dreamliner und der Airbus A 350 XWB. Zuletzt war auch eine Aufstockung der Bestellung im Gespräch.

Die Fluggesellschaft baut ihre Flotte um zwölf geleaste Airbus-Maschinen der Baureihe 320-200 und sechs geleaste MD-11-Transportflugzeuge aus. In diesem und im kommenden Jahr könnten zusätzliche zwölf MD-11 dazukommen, teilte das Unternehmen mit.

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