Airbus-Schätzung
Flugzeugbedarf deutscher Airlines wird sich verdoppeln

Trotz trüberer Konjunkturaussichten keine Anzeichen für eine Flaute: Airbus ist bei seinen Prognosen sehr optimistisch. Seine Werke will der Flugzeugbauer neu aufstellen. Beim A380 läuft es aber noch nicht reibungslos.
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BerlinDie Zahl der Passagier- und Frachtflugzeuge bei deutschen Airlines wird sich nach Airbus-Schätzungen in den kommenden 20 Jahren verdoppeln. Der europäische Flugzeugbauer erwartet insgesamt einen Bedarf von 1020 Neuflugzeugen. „Weltweit wird Deutschland zu den fünf wichtigsten Abnehmerländern gehören“, sagte Airbus-Manager Chris Emerson zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung am Dienstag in Berlin.

Airbus-Chef Fabrice Brégier kündigte zum 1. Januar eine Neuaufstellung der Werke an den europäischen Standorten an, um die Schlagkraft zu erhöhen. Beim weltgrößten Passagierjet A380 räumte er Probleme ein, das Auslieferungsziel von 30 Flugzeugen in diesem Jahr zu erreichen.

Deutsche Fluggesellschaften würden in den kommenden Jahrzehnten mehr Flugzeuge als die Airlines aus jedem anderen europäischen Land benötigen, erklärte Emerson. Anfang des Jahres waren gut 670 Flugzeuge bei den deutschen Airlines im Einsatz, 2031 dürfte es dann insgesamt über 1300 sein. „Der Wert der neuen Flugzeuge beläuft sich zu aktuellen Listenpreisen auf etwa 148 Milliarden US-Dollar“, hieß es von Airbus. Für ganz Europa schätzte Emerson den Bedarf auf 5840 Fracht- und Passagier-Jets bis zum Jahr 2031 ein.

„Airbus ist zu groß, zu schwerfällig geworden“, begründete Brégier die geplante neue Struktur. Der seit Juni an der Airbus-Spitze stehende Franzose will durch ein schlankeres Management erreichen, dass Airbus auf die Marktherausforderungen schneller reagieren kann als bisher. Die Neuaufstellung betrifft auch das mit 15 000 Beschäftigten größte deutsche Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder, in dem demnächst die ersten Exemplare des neuen Bestsellers A320neo entstehen werden. „Hamburg hat sich in den vergangenen Jahren sehr verbessert“, erklärte Brégier.

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