Airbus startet Sanierung: Frachtboom füllt die Auftragsbücher von Airbus und Boeing

Airbus startet Sanierung
Frachtboom füllt die Auftragsbücher von Airbus und Boeing

Während Airbus und Boeing sich derzeit über ausgelastete Produktionen freuen dürfen, startet beim europäischen Flugzeughersteller zeitgleich die Sanierung. Der einstige Überflieger Airbus bleibt somit trotz guter Auftragslage ein Sorgenkind.

MÜNCHEN. Der Luftfahrtboom hält an. Sowohl Boeing als auch der europäische Flugzeughersteller Airbus melden für die ersten Wochen des Jahres starke Ordereingänge. Allein Airbus hat im Januar Aufträge für 90 neue Maschinen verbuchen können. Boeing kontert mit einem spektakulären Großkunden. Der US-Logistikkonzern UPS bestätigte am Freitag einen Auftrag über 27 Frachtmaschinen vom Typ 767 Der Auftrag hat einen Listenwert von 3,8 Milliarden Dollar. „Der Boeing 767-ER-Frachter ist bereits Teil unserer gegenwärtigen Luftflotte und wir wissen aus Erfahrung, was für ein großes Arbeitstier er ist“, sagte UPS-Vizechef Bob Lekites.

Der Bau von Frachtmaschinen ist in den vergangenen Jahren ein immer wichtigeres Geschäft für die Flugzeughersteller geworden. Boeing schätzt, dass der Luftfrachtmarkt in den kommenden zwanzig Jahren im Schnitt um rund sechs Prozent wachsen wird und sich damit noch schneller entwickeln wird als die Passagierluftfahrt.

Bislang hat vor allem Boeing den Markt mit dem Frachtjumbo 747 und den kleineren Modellen 767 und 777 bedient. Jetzt drängt Airbus zunehmend ins Geschäft. Seit Jahren kaufen die Europäer gebrauchte Passagiermaschinen in Asien, Afrika und Südamerika auf und rüsten die alten Airbusse der ersten Generation zu Frachtmaschinen um. Da die Kapazitäten am Standort Dresden nicht mehr ausreichen, soll der russische Flugzeughersteller Irkut an der Produktion beteiligt werden.

Doch auch im Neugeschäft mischen die Europäer mit. Die erst im Januar eingeführte A330-200F erhielt aus dem Stand 34 Bestellungen oder Kaufverpflichtungen. Der Angriff auf die Königsklasse sollte mit der A380F folgen, die 2009 zeitgleich mit Boeings neuem Frachtjumbo auf den Markt kommen sollte. Doch wie die Passagierversion hat nun auch die A380F mindestens zwei Jahre Verspätung.

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