Airbus-Studie
Am Himmel wird es eng

In zwanzig Jahren fliegen mehr als doppelt so viele Passagierflugzeuge wie jetzt durch die Lüfte, prognostiziert Airbus. In seiner Luftfahrtstudie erwartet der Flugzeugbauer für die kommenden Jahrzehnte enorme Wachstumsraten im internationalen Luftverkehr. Beim Run um die Flugzeugbestellungen der Airlines steht Airbus in diesem Jahr schwach da.

HB LONDON. Bis ins Jahr 2025 würden weltweit vermutlich rund 22 700 neue große Fracht- und Passagierflugzeuge im Gesamtwert von 2,6 Billionen US-Dollar gebraucht, heißt es in einer Studie, die Airbus am Mittwoch in London veröffentlichte. Auf die aktuellen Probleme mit den Flugzeug-Typen A350 und A380 ging der Konzern in dem Ausblick nicht näher ein.

Die größten Wachstumsmärkte in den kommenden beiden Jahrzehnten sieht Airbus in Asien sowie im Nahen Osten. Demnach werden bis 2025 allein in China knapp 3000 neue Großflugzeuge benötigt und in Indien mehr als 900. Den größten Bedarf sieht Airbus aber weiterhin in den USA, wo nach dieser Prognose mehr als 6600 Maschinen gebraucht werden. An deutsche Fluggesellschaften werden demnach bis 2025 genau 1041 neue Maschinen ausgeliefert.

„In den nächsten 20 Jahren wird sich die Zahl der Passagierflugzeuge mehr als verdoppeln“, sagte Airbus-Manager John Leahy bei der Vorstellung der Studie. Derzeit sind im internationalen Luftverkehr rund 12 600 große Maschinen mit mehr als 100 Sitzplätzen unterwegs. Im Jahr 2025 werden nach der Airbus-Prognose weltweit rund 27 300 Maschinen fliegen. Darunter werden noch rund 4700 Flugzeuge sein, die bereits heute in Betrieb sind.

Zur Airbus-Krise durch die gravierenden Lieferverzögerungen beim Großraumflugzeug Airbus A380 und dem vor der Entscheidung stehenden Langstrecken-Flugzeugprojekt A350 wollte sich Leahy nicht im Detail äußern. Der Airbus-Manager zeigte sich aber überzeugt, dass auf die Abbestellung von zehn Flugzeugen der A380-Frachterversion durch den US-Logistikkonzern Fedex keine weiteren Abbestellungen folgen werden. Insgesamt hat Airbus nach eigenen Angaben in diesem Jahr insgesamt 619 feste Bestellungen neu in den Auftragsbüchern. Der US-Konkurrent Boeing kommt auf 829 Bestellungen und liegt damit erstmals seit langem wieder vorn.

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