Airbus-Zulieferer
Zivilgeschäft treibt Gewinn von Turbinenbauer MTU an

Der Triebwerksbauer MTU steigert seinen Gewinn deutlich. Auch der Umsatz wächst um sieben Prozent. Trotz der Probleme beim Großkunden Airbus verspricht Vorstandschef Reiner Winkler hohe Gewinnausschüttungen.
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MünchenDer Münchner Turbinenbauer MTU profitiert vom gut laufenden Zivilgeschäft und erhöht seinen Gewinn erneut deutlich. Im abgelaufenen Jahr steigerten die Münchner ihre Einnahmen um sieben Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern kletterte fast um die Hälfte auf 313 Millionen Euro. Vor allem das Geschäft mit der Wartung der Antriebe von Passagiermaschinen trug zum guten Ergebnis bei.

Für 2017 prognostizierte Vorstandschef Reiner Winkler einen Umsatz von bis zu 5,2 Milliarden Euro. Während das Militärgeschäft schwächer werde, würden die Einnahmen aus der Instandhaltung und dem Ersatzteilverkauf im zivilen Geschäft weiter anwachsen. Die operative Marge werde bei etwa elf Prozent stabil bleiben, der Überschuss wegen niedriger Zinsen überproportional zulegen. „Mit dem Jahr 2017 wollen wir die größte Investitionsphase in der Geschichte der MTU bei anhaltend profitablem Wachstum abschließen“, erklärte Winkler. „Die MTU wird weiter auf Rekordkurs bleiben.“

Im laufenden Jahr werde sein Haus nochmals 150 Millionen Euro investieren, danach werde weniger investiert. In den vergangenen Jahren hatten die Münchner etwa vier Milliarden Euro in Neuentwicklungen und Fertigung gesteckt. Für die Aktionäre des Konzerns sind das gute Nachrichten. Winkler versprach für die anstehende Gewinnausschüttung eine Steigerung im Umfang des Gewinnzuwachses.

Die Probleme des Großkunden Airbus mit seinem Militärtransporter A400M belasten MTU nach eigener Aussage nicht. MTU liefert die Triebwerke an Airbus. „Wir haben einen sehr soliden Vertrag und unsere Lieferverpflichtungen erfüllt“, sagte Winkler. Airbus-Chef Tom Enders hatte wegen der Milliarden-Belastungen durch den Pannenflieger Neuverhandlungen mit den Kunden angekündigt – und auch einen Beitrag der Triebwerksbauer verlangt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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