Airlines sind anspruchsvoll
Airbus und Boeing müssen innovativ sein

Von den Flugzeugbauern wird heutzutage einiges erwartet: Airbus überdenkt daher die neue A350, Boeing bietet inzwischen sechs Versionen seiner 777-Familie an. Grund ist der harte Wettbewerb zwischen den Fluggesellschaften, der auch an den Herstellern nicht vorbei geht. Hauptfaktoren sind steigende Kerosinpreise und immer weiter liberalisierte Luftfahrtmärkte.

HB HAMBURG/BERLIN. Ein Beispiel für den Bewusstseinswandel ist die Diskussion über den Airbus A350. Vor zwei Jahren sah der damalige Airbus-Chef Noël Forgeard noch gar keinen Grund, Boeings neuer 787 etwas entgegenzusetzen. „Die 787 ist eine Kopie der erfolgreichen A330“, sagte er damals auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin.

Jetzt muss sein Nachfolger Gustav Humbert nicht nur erklären, dass Airbus nun doch mit der A350 reagiert. Er muss auch eine Diskussion über Modifikationen an der A350 führen, bevor diese überhaupt fliegt. „Das Spiel ist nicht aus, das Spiel geht im Sommer erst richtig los“, sagte Humbert zu den von Kunden gewünschten Änderungen an der A350.

Dabei hat Airbus mehrere Möglichkeiten. Entweder entschließt sich der Hersteller zu kleineren technischen Modifikationen und kommt der Kundschaft zum Beispiel auf anderen Ebenen entgegen: Fluggesellschaften kaufen in der Regel nicht nur einen Jet, sondern bekommen langfristige Wartungs- und Trainingsverträge gleich inklusive.

Die andere Möglichkeit ist ein technischer und kommerzieller Kraftakt, aber auch ein langfristiger Generationswechsel für den Hersteller: Airbus vergrößert die A350-Familie, macht sie nicht nur zum Konkurrenten für die 787, sondern attackiert auch Boeings Verkaufsschlager 777. Damit hätte der europäische Hersteller wieder die Nase vorn im Entwicklungszyklus für mittelgroße Langstreckenflugzeuge.

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