Aixtron-Übernahme
Chinesische Regierung kritisiert US-Blockade

US-Präsident Obama hat die Übernahme von Aixtron durch chinesische Investoren verhindert. Nun wirft Peking den USA vor, Marktprinzipien zu missachten. Das Vorgehen entspreche den üblichen Geschäftspraktiken.
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PekingDie Regierung in Peking hat die US-Blockade der geplanten Übernahme des deutschen Chipanlagenbauers Aixtron durch einen Investor aus China scharf kritisiert. „Die USA nimmt sich immer mal wieder im Namen der nationalen Sicherheit Auszeiten von den Marktprinzipien, um in normale geschäftliche Vorgänge einzugreifen“, sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums.

Der Aixtron-Übernahmeplan des Kaufinteressenten Fujian Grand Chip Investment habe im Einklang gestanden mit allen Grundsätzen von Markt und international üblichen Geschäftspraktiken. Er hätte daher nicht unter politisches Sperrfeuer geraten dürfen.

Der chinesische Investor hatte nach dem Veto der US-Regierung das Aus für seine Übernahmebemühungen angekündigt. Aixtron-Chef Martin Goetzeler forderte im Handelsblatt-Interview nach dem Scheitern des Projektes nun Unterstützung auf Bundes- und Länderebene. Das sei dem Unternehmen signalisiert worden, sagte er.

Es gehe hier um Arbeitsplätze in Deutschland, aber auch zukunftsweisende Technologien am hiesigen Standort. Aixtron sei im Grunde auch ohne einen Investor überlebensfähig.

US-Präsident Barack Obama hatte sein Veto gegen die Übernahme der amerikanischen Aixtron-Tochter eingelegt und dies mit Sicherheitsbedenken begründet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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