Akquisition bei Gea steht bevor
Aus MG Technologies wird Gea

Neuer Standort, neuer Name: Für die traditionsreiche Metallgesellschaft, heute mg technologies, beginnt mit dem Umzug nach Bochum Anfang Dezember ein neuer Zeitabschnitt. Mit der geplanten Umbenennung will der Maschinen- und Anlagenbauer der Tatsache rechnung tragen, dass er sein geplantes Gewinnwachstum in erster Linie durch den Spezialmaschinenbauer Gea erreichen will.

HB AUGSBURG/FRANKFURT/MAIN. „Der Name MG Technologies wird verschwinden“, sagte Vorstandschef Udo Stark am Mittwochabend in Augsburg. Die neue Firmenbezeichnung werde „irgendetwas in Verbindung mit Gea“ sein. Der Bochumer Anlagen- und Komponentenhersteller Gea AG, den die im MDax notierte MG Technologies erst 1999 übernommen hatte, wird das Kernstück des neuen Konzerns. Auf der nächsten Hauptversammlung Anfang Juni 2005 solle die Namensänderung beschlossen werden.

Schon in den nächsten Tagen könnte MG eine neue Akquisition der Gea bekannt geben, kündigte Stark an. Welches der sieben Geschäftsfelder der Bochumer Tochter dadurch weiter verstärkt werde, wollte er nicht sagen. Umsatzschwerpunkt sind bei Gea Maschinen zur Herstellung von Nahrungsmitteln. Das zweite, kleinere Standbein der mg bildet der Großanlagenbau um die Töchter Lurgi und Lurgi Lentjes.

Neben Gea gehören zur früheren Metallgesellschaft noch verschiedene Sparten im Großanlagenbau. Die Chemiesparte war in den vergangenen Monaten verkauft worden, allerdings kam die bereits vereinbarte Veräußerung des Kunststoffbereichs an das amerikanische Unternehmen Flex-N-Gate nicht zu Stande. Nun sollen Schadenersatzansprüche gegen den Käufer geltend gemacht werden. „Wir denken an Forderungen in Höhe des Schadens“, sagte Finanzvorstand Peter Steiner. Durch die Aussetzung des Verkaufs fehle dem Konzern ein Barmittelzufluss von 270 Mill. €.

Die Gewinnprognose von 40 bis 60 Mill. € vor Steuern für das laufende Jahr werde dadurch nicht beeinträchtigt. Der Umsatz soll bei 4,2 Mrd. € liegen. Außerdem werde mg technologies die Dividendenzahlung wieder aufnehmen und eine kleinen Betrag je Aktie an die Aktionäre ausschütten. „In 2005 streben wir eine Bruttoumsatzrendite von rund fünf Prozent bei einem Umsatz von 4,5 Mrd. € an“, sagte Stark. Damit belaufe sich das erwartete Vorsteuerergebnis auf rund 225 Mill. €. Um die Kunststoffsparte trotz der Verzögerung noch zu verkaufen, werde wahrscheinlich ein neues Bieterverfahren ausgeschrieben. Es hätten sich viele „neue und alte“ Interessenten gemeldet.

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