Akquisitionen komplettieren das Portfolio der deutsch-amerikanischen Chemiegruppe
Celanese kommt beim Neuaufbau des Konzerns zügig voran

Der vor gut einem Jahr von der Kapitalbeteiligungsgruppe Blackstone übernommene Chemiekonzern Celanese Corp. kommt offenbar bei seinem Umbau gut voran. Diese Meinung vertreten diverse Branchenexperten.

DÜSSELDORF. Vor allem scheint der US-Börsengang, der mit 16 Dollar je Aktie einen unerwartet niedrigen Ausgabekurs brachte, erfolgreicher gewesen zu sein als zunächst gedacht. Unter den neuen Aktionären des zuvor in den USA längere Zeit nicht notierten Konzerns sind einige frühere Miteigner.

So hält Fidelity die Celanese Corp. offenbar für ein gutes Investment. Die renommierte Fondsgruppe ist nach dem IPO neben Blackstone einer der größten Aktionäre. Die Analysten von Deutsche Securities raten zum Kauf der Celanese-Papiere. Lehman Brothers empfiehlt, sie im Portfolio überzugewichten. Beide Banken nennen ein Kursziel von 21 Dollar. Derzeit kostet das Papier 15 Dollar.

Weniger erfreulich fürs Management ist die Eignerstruktur der deutschen Tochter Celanese AG. Hier zählt der Hedgefonds Paulson & Co. zu den größten Aktionären und verhindert dank seines zehn Prozent Paketes ein geplantes Delisting.

Das bringt Celanese-Vorstandschef Dave Weidman aber nicht vom Weg ab. Er formt den Chemiekonzern mit fünf Milliarden Dollar Umsatz von einer deutschen Chemiegesellschaft zu einem von Dallas/Texas aus geführten globalen Konzern um. „Blackstone interessiert sich für Celaneses Wachstumspotenzial“, hatte Weidman im Handelsblatt zu Beginn des Konzernumbaus angekündigt. „Wir haben mit Ticona ein starkes Kunststoffgeschäft, außerdem eine starke Essigsäure-Chemie. In diese beiden Kerngeschäfte wollen wir investieren.“

Seine Form muss der Konzern indes noch finden. Denn der häufige Besitzerwechsel – 1987 Aufkauf des US-Vorläufers Celanese durch Hoechst, 1999 Notierung in Frankfurt, 2004 Mehrheitsübernahme durch Blackstone, 2005 US-Relisting – hat nach Worten von Managern ebenso Spuren hinterlassen wie der Neuzuschnitt des Produktportfolios unter Weidmans Vorgänger Claudio Sonder.

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