Akquisitionsstragegie geht auf
Schub für die BASF-Chemie

Der BASF-Konzern steht vor einem beachtlichen Wachstumsschub im Chemiegeschäft. Die jüngsten Zukäufe werden dazu voraussichtlich den Löwenanteil beitragen. Die neue Akquisitionsstrategie mindert die Abhängigkeit von Erträgen im Energiegeschäft.

FRANKFURT. Das ist die wohl wichtigste Konsequenz aus der jüngsten Einkaufstour des Ludwigshafener Chemieriesen. Für seine bisher größte Übernahme, den Erwerb des amerikanischen Spezialchemie- und Katalysatorenherstellers Engelhard, hat er am Dienstag die entscheidende Hürde genommen. Nach der Zustimmung des Engelhard-Managements steht dieser Transaktion aus Sicht der meisten Fachleute nichts mehr im Wege.

In den Monaten zuvor konnte BASF-Chef Hambrecht bereits den Kauf der Bauchemie-Sparte von Degussa, des amerikanischen Harz-Herstellers Johnson Polymer und der belgischen Biotechfirma Crop-Design besiegeln.

Seit Jahresbeginn hat der Ludwigshafener Konzern damit etwa sechs Mrd. Euro Umsatz zugekauft. Er wird sein Chemiegeschäft alleine durch diese Transaktionen um etwa 17 Prozent erweitern und seine Führungsposition in der Branche damit weiter festigen. Hinzu kommt der Effekt neuer Kapazitäten, die erst in jüngerer Zeit in Betrieb gingen – so vor allem des großen Verbundstandortes in China, der im Herbst 2005 angelaufen ist.

Portfolio-Management

Eine solche Häufung von Akquisitionen ist zwar ungewöhnlich für die eher auf Stetigkeit bedachte Strategie des BASF-Konzerns. Das so genannte „Portfolio-Management“, das heißt der Zu- und Verkauf von Unternehmensteilen, gehört indessen schon seit langem zur Strategie des Konzerns.

Zu Beginn des Jahrzehnts etwa veränderte er seine Struktur relativ stark durch den vier Mrd. Euro teuren Erwerb der Pflanzenschutz-Sparte von American Home und den Verkauf der Pharmasparte für mehr als sieben Mrd. Euro an den US-Konzern Abbott. In den Jahren danach folgten zahlreiche kleinere und mittelgroße Transaktionen, darunter der Verkauf der Sparte Drucksysteme und die Trennung von dem 50-prozentigen Anteil an dem großen Kunststoff-Joint-Venture Basell mit etwa sieben Mrd. Euro Umsatz.

Seite 1:

Schub für die BASF-Chemie

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%